| Antragsteller*in: | Landesvorstand Grüne Jugend Berlin (dort beschlossen am: 23.10.2026) |
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A6: GRÜNE JUGEND strategisch in grünen Strukturen stärken - Votum für den Berliner Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Antragstext
Die Wahl in Berlin hat gezeigt, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gerade bei jungen
Menschen aktuell besonders wenig Zuspruch finden. Das liegt auch daran, dass in
den
Entscheidungen der letzten Jahre und auch bei der Erarbeitung der Wahlkampagne
Stimmen aus der GRÜNEN JUGEND Berlin viel zu wenig mit einbezogen wurden. Jetzt
geht
es darum, die Partei langfristig auf eine grundsätzlich andere politische Praxis
auszurichten,
eine politische Praxis, die die Sorgen junger Menschen ernst nimmt und Menschen
gezielt
anhand ihrer materiellen Bedürfnisse organisiert. Deswegen wollen wir uns auch
in grünen
Strukturen dort einbringen, wo es strategisch sinnvoll ist und wo wir wichtige
Erfolge erzielen
können.
Aus diesem Grund wollen wir ein Votum für den Landesvorstand der Grünen Berlin
vor der
Landesdelegiertenkonferenz vergeben. Dadurch, dass das letzte Votum für den
Grünen
Landesvorstand ein offener Platz war, ist dieses Votum ein FLINTA*
-Platz.
Wenn unsere Votenträger*in Teil des nächsten Landesvorstands von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN ist, soll sie Anliegen der GRÜNEN JUGEND im Landesvorstand und anderen
Gremien, denen sie angehört, konsequent einbringen. Sie soll sich strategisch
mit jungen
Abgeordneten in der Fraktion, anderen jungen Amts- und Mandatsträger*innen und
dem
Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND austauschen. Außerdem soll sie gezielt Anliegen
von Bündnispartner*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in die grüne
Partei und
ihre Fraktion, beispielsweise in den Koalitionsverhandlungen, einbringen. Unsere
Votenträger*in ist wie andere Votenträger*innen der GRÜNEN JUGEND an deren
Beschlusslage gebunden.
Bereits in der Vergangenheit haben wir als GRÜNE JUGEND Berlin gute Erfahrungen
mit
der Vergabe eines Votums für den Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
gemacht. Ehemalige Votenträger*innen haben zur Vernetzung und produktiven
Zusammenarbeit zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Berlin und der GRÜNEN JUGEND
Berlin beigetragen und haben die Arbeit des Landesvorstandes von BÜNDNIS 9/DIE
GRÜNEN Berlin durch die Einbringung der Perspektive junger linker Menschen
positiv
beeinflusst.
Antrag in einfacher Sprache
Die Wahl in Berlin hat ein Ergebnis gezeigt.
Viele junge Menschen wählen die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nicht.
Das hat mehrere Gründe.
Ein Grund ist: Die Partei hat in letzter Zeit selten auf die Meinung der GRÜNEN JUGEND gehört.
Auch im Wahlkampf gab es wenig Austausch mit jungen Menschen aus der Partei.
Jetzt möchten wir, dass sich die Partei verändert.
Die Partei soll sich mehr um die Sorgen von jungen Menschen kümmern.
Die Partei soll mehr auf die Bedürfnisse von verschiedenen Menschen achten.
Dafür wollen wir an wichtigen Stellen in der Partei mitarbeiten.
Wir wollen dort mitmachen, wo wir viel bewegen können.
Deshalb wollen wir einen Vorschlag machen.
Wir möchten jemanden für den Landesvorstand der Grünen Berlin vorschlagen.
Das ist ein Team, das die Partei in Berlin leitet.
Es gibt einen Platz, der für FLINTA*-Personen ist.
FLINTA* heißt: Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen.
Wenn unsere vorgeschlagene Person gewählt wird, hat sie Aufgaben.
Sie vertritt die Interessen der GRÜNEN JUGEND.
Sie macht das im Landesvorstand und in anderen Gruppen, in denen sie arbeitet.
Sie spricht mit jungen Abgeordneten und anderen Menschen im Vorstand der GRÜNEN JUGEND.
Sie bringt die Meinungen von anderen Gruppen in die Partei und in wichtige Verhandlungen mit ein.
Unsere vorgeschlagene Person muss das machen, was die GRÜNE JUGEND gemeinsam beschlossen hat.
Das war früher auch schon so.
Wir als GRÜNE JUGEND Berlin haben gute Erfahrungen damit gemacht.
Unsere früheren Vorschläge haben die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gruppen verbessert.
Sie haben dafür gesorgt, dass die Sicht von jungen, linken Menschen mehr beachtet wurde.
Das war gut für die Arbeit im Landesvorstand.
Begründung
erfolgt mündlich
