Änderungen von A14 zu A14
Ursprüngliche Version: | A14 (Version 1) |
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Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 08.03.2025, 08:49 |
Neue Version: | A14 (Version 2) |
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Status: | Beschluss |
Eingereicht: | 27.03.2025, 23:16 |
Titel
Antragstext
Von Zeile 36 bis 37 einfügen:
- Dazu gehört beispielsweise die Teilnahme an allen wichtigen Gremien als stimmberechtigte Mitglieder, statt wie bisher lediglich in beratender Funktion. Wir halten es zudem für sinnvoll, Mitglieder der SV an Auswahlverfahren neuer Lehrkräfte beratend mitwirken zu lassen und auch die Teilnahme an Studientagen für Lehrkräfte zu erleichtern. Um die Durchschlagskraft von SV-Projekten zu stärken, fordern wir schließlich ein festes Budget für diese. Ein solches würde der Unabhängigkeit der SV zugute kommen und die Schüler*innen würden den verantwortungsbewussten Umgang mit finanziellen Ressourcen früh erlernen.
Lehrkräfte verpflichtend im Bereich Demokratiebildung ausbilden
Von Zeile 38 bis 39:
eine Überarbeitung des §84a Klassenrat im Berliner Schulgesetz. Der Klassenrat soll dort dezidiert als demokratiepädagogisches Instrument gefasst werden, welches über die reine Konfliktklärung hinaus der Mitbestimmung der Schüler*innen an Schulentwicklung und Unterrichtsgestaltung dient. Schüler*innen sollen ab dem ersten Schuljahr das Recht auf mindestens einen wöchentlichen Klassenrat gewährt bekommen. Sie sollen per Schulkonferenz beschließen können, dass der Klassenrat zwei Mal
diepro Wocheverpflichtendstattfinden kann. Die Schulen sollen die Aufgabe erhalten, die Schüler*innen über den Zweck des Klassenrats undAusbildungihre Schüler*innenrechte intensiv aufzuklären. Darüber hinaus sollen Lehrkräfte zu derLKDurchführung von Klassenrat in der Lehramtsausbildung und durch Fortbildungen befähigt werden. Dies ist ein notwendiger Bestandteil des Berufs.
In Zeile 41 einfügen:
Demokratische Schulentwicklung fördern. Dazu zählt für uns, dass Schüler*innen verstärkt in die Entwicklung von Lehrplänen und Schulregeln integriert werden, die Zusammenarbeit von Schulen mit Organisationen, wie den Zentralen für politische Bildung gestärkt wird und Schüler*innen frühzeitig Einblicke in demokratische Prozesse erhalten. Nur durch konkrete Maßnahmen kann sichergestellt werden, dass eine demokratische Schulentwicklung stattfindet und damit das Verständnis von Demokratie in der Schülerschaft geschärft wird.
Von Zeile 44 bis 45:
für Abschlüsse sind Noten
möglichaktuell notwendig, aber müssen mit Berichten ergänzt werden
Von Zeile 60 bis 62:
Eliteförderung an Gymnasien und Privatschulen langfristig beenden
Projektunterricht, anstatt Schulfächer einführen
multiprofessionelle Teams & Inklusion stärken
Inhalte der Informatik müssen in den Lehrplan integriert werden
- die Abschaffung der Aufgliederung des Schulsystems und die Einführung einer “Schule für alle”, an der alle Schulabschlüsse erworben werden - Gymnasien abschaffen!
- die konsequente Umsetzung des verfassungsrechtlichen Sonderungsverbots, damit die Zusammensetzung der Schüler*innen an Privatschulen der Vielfalt Berlins entspricht
- eine Stärkung des projektorientierten Unterrichts. Langfristiges Ziel soll die Überwindung der Einteilung in Schulfächern sein. Wir wollen, dass Schule in Zukunft projektorientiert stattfindet
multiprofessionelle Teams & Inklusion stärken
Um Chancengleichheit und Inklusion zu fördern muss die Deckelung der Lehrkräftestunden an Brennpunktschulen rückgängig gemacht werden.
Bis zur Etablierung inklusiver Regelschulen in ganz Berlin, muss in jedem Bezirk die Förderung von Schülis aller Förderschwerkpunkte durch die Bereitstellung von Fachpersonalstellen, angemessenem Material und Räumlichkeiten in Schwerpunktschulen ermöglicht werden.
Nach Zeile 65 einfügen:
faire Bezahlung des Praxissemesters
Nach Zeile 69 einfügen:
- Aus- und Weiterbildung in den pädagogisch-didaktischen Möglichkeiten digitalen Lehren und Lernens in einer digitalen Lernumgebung
- Fort- und Weiterbildung für sprachsensiblen Fachunterricht
Nach Zeile 71 einfügen:
- Modellprojekt für duale Lehramtsstudiengänge in Berlin einführen
Nach Zeile 72 einfügen:
Wir fordern eine stärkere Betonung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Lehrplan, die über den fächerübergreifenden Ansatz hinaus geht. Schüler*innen müssen unter anderem besser über die Klimakrise, ihre Folgen, Gegenmaßnahmen und damit zusammengehörende Gerechtigkeitsfragen aufgeklärt werden. BNE muss künftig ein fester Bestandteil des Lehramtsstudiums in der Bundeshauptstadt sein. Wir dürfen es nicht weiter zulassen, dass zentrale Herausforderungen unserer Zeit, unserer Generation und Nachfolgenerationen wie Armut, Bildungsungleichheit, Geschlechterungerechtigkeit oder die Klimakrise nicht im Unterricht behandelt werden. Mithilfe von BNE werden junge Menschen befähigt, sich trotz Widersprüchen, Unsicherheiten und Zielkonflikten an Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen für eine nachhaltige Entwicklung - die Lösung der Herausforderungen unserer Zeit - einzusetzen.
Nach Zeile 75 einfügen:
- bessere Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Deutschlands im Geschichtsunterricht
- stärkerer Gegewartsbezug in der Aufarbeitung des Nationalsozialismus, insb. der Shoa, und dessen Kontinuitäten
Nach Zeile 76 einfügen:
- die vollständige Lernmittelfreiheit für alle Schüler*innen unabhängig vom Sozialleistungsbezug
- dazu gehört auch die Zurverfügungstellung von digitalen Endgeräten für alle Schüler*innen
Von Zeile 82 bis 84 einfügen:
Berufsorientierung muss ab der 7. Klasse als fester Bestandteil des Lehrplans verankert werden. Dabei müssen Schüler*innen auch praxisnah auf Bewerbungsprozesse vorbereitet werden. Es braucht mehr Raum für Praktika, Betriebserkundungen und praxisnahe Projekte im Unterricht und die Einführung regelmäßiger individueller
Von Zeile 107 bis 120:
Herausforderungen stellt. Deshalb ist der Aufbau eines gezielten Förderprogramms für Materialkosten und digitale Werkzeuge dringend notwendig! Außerdem müssen bedürftigen Studierenden digitale Endgeräte kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Der Numerus Clausus und alle Auswahlverfahren für Hochschulzugänge müssen komplett abgeschafft werden. Solche Verfahren benachteiligen vor allem Bewerber*innen aus weniger privilegierten Familien und verstärken soziale Ungleichheiten, weil sie teure Materialien oder unbezahlte Arbeit voraussetzen.
Wir wollen die Abschlussnote als zentrales Auswahlkriterium für die Studienplatzvergabe abschaffen. Stattdessen sollen Verfahren eingeführt werden, welche die Motivation der Bewerbenden in den Vordergrund stellen.
Solche Verfahren müssen so gestaltet sein, dass Bewerber*innen aus weniger privilegierten Familien nicht benachteiligt oder soziale Ungleichheiten verstärkt werden. Um dies sicherzustellen, benötigt es eine externe Evaluierung, sodass die Chancengleichheit kontinuierlich verbessert wird. Um Chancengleichheit nachhaltig zu erhöhen, muss bereits in der Schule angesetzt werden, indem durch Empowerment-Strukturen Schüler*innen aus sozial benachteiligten Gruppen ein faire Chance in solchen Verfahren ermöglicht wird. Es muss verhindert werden, dass Bewerbungsverfahren teure Materialien oder unbezahlte Arbeit voraussetzen.
Wir fordern die Abschaffung des endgültigen Nichtbestehens, es darf keine Begrenzung der Prüfungsversuche geben.
In den letzten Jahren gab es im Rahmen des Israel-Pälastina Konflikts zahlreiche Debatten über Polizeipräsenz, Antisemitismusantisemitische Bedrohnung, antipalästinensischen Rassismus und Wissenschaftsfreiheit an den Berliner Hochschulen. Die Lehre daraus muss sein: Studierende jeglicher Diskriminierung müssen gleichermaßenkonsequent geschützt werden. Oft agiert die Polizei eskalierend statt deeskalierend. *Deshalb muss die Polizei grundsätzlich anders vorgehen. An Hochschulen braucht es andere Konzepte zur Sicherstellung von Sicherheit, die ohne Polizei auskommen. Wir fordern eine Abschaffung des Ordnungsrechts an Berliner Hochschulen, eine Universität frei von Polizei und demden Schutz der Wissenschaftsfreiheit und kontroverser wissenschaftlicher Debatte sowie den konsequenten Schutz von Studierenden, die von Antisemitismus und/oder Rassismus betroffen sind.
Von Zeile 127 bis 128 einfügen:
Wir wollen prekäre Arbeitsverhältnisse an Universitäten beenden und solidarisieren uns mit den Forderungen von TVStud.
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist für Studierende dramatisch. Berlin muss den Neubau von Wohnheimen deshalb massiv beschleunigen. Zudem muss es sich dafür einsetzen, dass sich das BAföG nach den tatsächlichen Kosten der Wohnung richtet, jedenfalls aber abhängig nach Wohnort festgesetzt wird. Berlin soll sich zudem für eine grundlegende Reform des BAföG einsetzen. Hier braucht es einen automatischen Inflationsausgleich wie bei anderen Sozialleistungen. Zudem braucht es einen vollständigen Zuschuss, eine komplette Elternunabhängigkeit und die Ausweitung der Förderzeit. Außerdem soll eine Familienversicherung bis zum 30. Lebensjahr möglich sein. Von der Zahlung des Rundfunkbeitrags sollen Freiwilligendienstleistende befreit sein. Für Studierende, die nicht BAföG beziehen, und Auszubildende muss der Rundfunkbeitrag ermäßigt werden.
Nach Zeile 149 einfügen:
Berufsschulen
Der Unterricht an Berufsschulen muss grundlegend reformiert werden. Auszubildende sollen nicht ausschließlich auf Abschlussprüfungen vorbereitet werden, sondern auf das reale Berufsleben. Dafür ist es notwendig, dass in Zusammenarbeit mit Auszubildenden, Gewerkschaften, Berufsschullehrkräften, Ausbilder*innen, Wissenschaftler*innen und den Kammern moderne, zeitgemäße Rahmenlehrpläne entwickelt werden. Diese müssen auch den gezielten Einsatz aktueller sowie zukunftsweisender Technologien in den jeweiligen Berufsfeldern integrieren – beispielsweise den Umgang mit KI in der Informatik – und somit die Ausbildung an die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt anpassen.
Gleichzeitig soll der Schwerpunkt vom reinen Auswendiglernen weg verlagert werden. Stattdessen wird der kompetenzorientierte Umgang mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel Formelsammlungen und Taschenrechnern in den Mittelpunkt gestellt, um das Verständnis und die praktische Anwendung von Wissen zu fördern