| Antragsteller*in: | Hannah Fuge (KV Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg) |
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B10: Hannah Fuge
Selbstvorstellung
Bewerbung als Landessprecherin der Grünen Jugend
Meine liebste Grüne Jugend Berlin,
ein Jahr lang durfte ich jetzt eure Sprecherin sein. Und was für ein Jahr das war! Wir haben gemeinsam Parteitage angezündet, sind zusammen in Erfurt auf der Straße gestanden und haben uns der AfD widersetzt. Wir haben es geschafft, alle drei Votumsträger*innen auf gute Listenplätze zu bekommen, und haben im Anschluss mit einem richtig krassen Wahlkampf dafür gesorgt, dass alle drei ins Abgeordnetenhaus einziehen! Ich denke zurück an tolle Veranstaltungen, an zahlreiche Gurkiball-Runden und an Räume voller pinker „Klima und Krawall”-Shirts!
Ich war im vergangenen Jahr so oft unglaublich stolz, Landessprecherin des besten aller Landesverbände sein zu dürfen, und hoffe, das noch ein weiteres Jahr tun zu dürfen.
Denn der Kampf ist nicht vorbei. Ich habe immer mehr das Gefühl, den Krisen und besorgniserregenden Entwicklungen um uns herum kaum noch entfliehen zu können. Und ich weiß, dass es vielen Leuten in meinem Alter so geht. In den vergangenen Jahren habe ich mich schon fast an das Gefühl von Ohnmacht gewöhnt, das einen überkommt, wenn man auf sein Handy schaut und die nächste schreckliche Nachricht auf einen einprasselt. Diese Ängste paaren sich aber auch mit immer mehr Hoffnung: Hoffnung, weil man mit linken Themen wieder Wahlen gewinnen kann. Hoffnung, weil unsere, angeblich so faule, Generation weltweit für ihre Zukunft kämpft, sich Gehör verschafft, wo ihr vorher nur Ignoranz entgegengebracht wurde, und Autokraten und Faschisten weltweit den Kampf ansagt. Diese Hoffnung aufzunehmen und mit ihr zu handeln ist wichtig, denn auch wir als Jugendverband sind Hoffnungsträger. Das sind wir, wenn wir mit einer GJ-Sperrminorität klare Kante gegen Kenia und gegen Steigbügelhalter zeigen. Das sind wir aber auch für unsere Mitglieder, die in der Grünen Jugend, wie wir alle, einen Ort der politischen Wirksamkeit und Gemeinschaft finden.
Straße oder Parlament? Beides!
Die Wahl liegt nun hinter uns, und das bedeutet auch, dass wir endlich wieder Kapazitäten haben, um mehr Verbandsarbeit zu machen. Aber auch die Partei lassen wir dabei nicht liegen. Denn im letzten Jahr haben wir eine Ausgangslage geschaffen, die uns die Möglichkeit gibt, echte politische Veränderung mitzugestalten. Gleichzeitig ist es nicht unser Job, die Partei dazu zu zwingen, stabile Politik zu machen. Wir haben als Grüne Jugend eine ganz besondere Rolle, und ich möchte im nächsten Jahr darauf hinarbeiten, dass wir die Schnittstelle zwischen Straße und Parlament werden.
Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Bündnisarbeit. Denn die Zusammenarbeit mit den Initiativen aus der Stadtgesellschaft, den Gewerkschaften und den Bewegungen ist für uns ein zentraler Baustein, um für ein besseres Leben der Bewohnerinnen dieser Stadt zu kämpfen. Dafür müssen wir das Thema Bündnisarbeit neu denken. Wir müssen die Kontakte und Verantwortlichkeiten für Bündnisarbeit breiter streuen und in der Zusammenarbeit zielorientierter werden. Denn wir brauchen nicht nur einen direkten Draht zwischen unseren GJ-Menschen in Entscheidungspositionen und Akteurinnen der linken Bewegung, und zwar in beide Richtungen, sondern auch den Willen, Teil der Bewegungslinken zu sein und den linken Machtaufbau stetig voranzutreiben, in Parlamenten und auf der Straße.
Dazu müssen wir solidarisch mit den zivilgesellschaftlichen Akteur*innen dieser Stadt stehen, die wie wir für eine sozialere und klimagerechte Stadt kämpfen. Wir müssen uns aber auch im Verband mit der Frage beschäftigen, welche Rolle wir als Grüne Jugend innerhalb der linken Bewegung einnehmen und wie wir diese Rolle ausfüllen wollen. Das ist eine große Debatte, und ich würde mich freuen, sie mit ganz vielen von euch zu führen.
Solidarität und ein offener Verband
Es bringt nichts, es schönzureden: Als Verband sind wir leider immer noch sehr akademisch und weiß geprägt. Soziale Codes, hochgestochene Sprache und eine Flut an akademischen Texten prägen immer noch unsere Verbandskultur. Das ist natürlich nur ein Teil des Problems. Das tieferliegende Problem ist vielschichtig und komplizierter. Doch das sollte uns nicht davon abhalten, uns damit zu beschäftigen. Unser Anspruch sollte immer sein, dass sich Menschen bei uns willkommen und wirksam fühlen, unabhängig von Migrationshintergrund, Bildungs- und Ausbildungsstand oder Einkommen. Dafür müssen wir solidarisch an der Seite von Menschen mit Antisemitismus- und Rassismuserfahrung, von Arbeiter*innen und Arbeiter*innenbewegungen, FLINTA*s und queeren Menschen, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen und noch ganz vielen weiteren stehen. Wir müssen uns aktiv damit auseinandersetzen, wie wir eine möglichst offene und solidarische Verbandskultur schaffen, und Förder- und Awareness-Strukturen weiter ausbauen, um Safer Spaces und diskriminierungsfreie Räume zu schaffen.
Umverteilung, Queerfeminismus und Vergesellschaftung – meine politischen Herzensthemen
Wir leben in einem System, das in Ungleichheit verankert ist. Vor allem die Verteilung von Kapital und Produktionsmitteln ist so ungerecht, dass man darüber lachen müsste, wäre es nicht so traurig! Ich studiere Wirtschaft und Politik, was vielleicht mein Interesse an Wirtschaftspolitik und speziell an ökonomischen Verteilungsfragen erklärt. Altersarmut durch Lücken im Rentensystem, die Abschaffung des Ehegattensplittings und die Frage, warum wir in Berlin ganz dringend Wohnungskonzerne enteignen und die Wohnungen vergesellschaften müssen, sind Themen, mit denen ihr mich sehr einfach in eine lange Diskussion verwickeln könnt. Umso mehr freue ich mich, in der Verhandlungsgruppe zum Thema Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen bei den Koalitionsverhandlungen mitverhandeln zu dürfen.
Ich würde im nächsten Jahr außerdem gerne queerfeministische Themen setzen, die im Moment trotz hoher Relevanz sehr wenig diskutiert werden. Die Rolle des Patriarchats und die gesellschaftlichen Entwicklungen, die vor allem für FLINTA-Personen immer gefährlicher werden, sind Themen, mit denen wir uns alle beschäftigen sollten. Ein FLINTA-solidarischer Verband ist dabei nur eine Seite, die andere ist es, sich tatsächlich mit feministischen Themen zu beschäftigen.
Über mich
23 Jahre
Seit 2022 in der Grünen Jugend
1 Jahr KV-Vorstand in Friedrichshain-Kreuzberg
1 Jahr Beisitz im Landesvorstand
1 Jahr Landessprecherin
Studiere Wirtschaft und Politik im Bachelor
Hobbys: Lesen, Boxen, Schwimmen, Basteln, Werkeln und Kochen
Ich freue mich, euch alle auf der LMV zu sehen, und hoffe, noch ein weiteres Jahr eure Landessprecherin sein zu dürfen. Bis dann!
Eure Hannah
Bei Fragen erreicht ihr mich hier:
Insta: @hannahfungiert
Signal: @Hannah_Fuge.42
Bewerbung in leichter Sprache
Bewerbung als Landessprecherin
Ich bin Landessprecherin der Grünen Jugend Berlin.
Ich war ein Jahr lang eure Sprecherin.
Wir haben viele Aktionen gemacht.
Wir haben gegen die AfD gekämpft.
Wir haben bei der Wahl gute Plätze bekommen.
Ich bin stolz, Landessprecherin zu sein.
Ich möchte das noch ein Jahr machen.
Der Kampf ist noch nicht vorbei.
Viele junge Menschen haben Angst wegen der Krise.
Ich habe auch Angst, wenn ich Nachrichten sehe.
Trotz der Angst habe ich Hoffnung.
Unsere Generation kämpft für die Zukunft.
Wir wollen gehört werden.
Wir kämpfen gegen Faschisten und Autokraten.
Wir sind Hoffnungsträger als Jugendverband.
Wir zeigen klare Haltung gegen andere Parteien.
Wir sind ein Ort für Gemeinschaft und Politik.
Unsere Mitglieder finden hier Zusammenhalt.
Wir arbeiten zusammen für eine bessere Zukunft.
Die Wahl ist vorbei.
Wir können wieder mehr für den Verband arbeiten.
Wir arbeiten auch weiter für die Partei.
Wir wollen echte politische Veränderung machen.
Rolle der Grünen Jugend
Die Grüne Jugend hat eine besondere Rolle.
Wir wollen zwischen Straße und Parlament arbeiten.
Wir wollen die Verbindung zwischen beiden sein.
Bündnisarbeit
Bündnisarbeit ist sehr wichtig.
Wir arbeiten mit vielen Gruppen zusammen.
Diese Gruppen kämpfen für ein besseres Leben in der Stadt.
Wir wollen die Zusammenarbeit besser machen.
Wir brauchen mehr Menschen für die Bündnisarbeit.
Wir wollen gute Kontakte zu linken Gruppen.
Wir wollen zusammen in Parlamenten und auf der Straße arbeiten.
Wir wollen Teil der linken Bewegung sein.
Wir wollen die linke Macht stärken.
Solidarität und Debatte
Wir stehen zusammen mit anderen Gruppen in der Stadt.
Wir kämpfen für eine soziale und klimagerechte Stadt.
Wir wollen im Verband über unsere Rolle sprechen.
Wir wollen wissen, wie wir unsere Rolle ausfüllen.
Wir freuen uns auf viele Gespräche mit euch.
Unser Verband ist noch sehr akademisch und weiß geprägt.
Wir sprechen oft schwer und schreiben viele schwierige Texte.
Das ist nur ein Teil vom Problem.
Das Problem ist viel größer und schwerer.
Wir wollen, dass sich alle Menschen bei uns wohlfühlen.
Das ist egal, woher sie kommen.
Das ist egal, wie viel sie gelernt haben.
Das ist egal, wie viel Geld sie haben.
Wir stehen zusammen mit Menschen gegen Hass und Rassismus.
Wir helfen Arbeiter und Arbeiterinnen.
Wir helfen Frauen und queeren Menschen.
Wir helfen Menschen mit Behinderungen und Krankheiten.
Wir wollen eine offene und solidarische Kultur im Verband.
Wir wollen Räume ohne Hass und Diskriminierung schaffen.
Wir bauen Strukturen für Schutz und Unterstützung aus.
Politische Themen
Das System ist ungerecht.
Kapital und Produktions-Mittel sind schlecht verteilt.
Ich studiere Wirtschaft und Politik.
Ich interessiere mich für Wirtschaftspolitik und Verteilung.
Wichtige Themen
Alters-Armut ist ein Problem.
Das Renten-System hat Lücken.
Das Ehe-Gatten-Splitting soll weg.
Wir müssen Wohnung-Konzerne enteignen.
Wohnungen sollen vergesellschaftet werden.
Ich verhandle bei der Koalitions-Gruppe.
Themen sind Wohnen, Stadt-Entwicklung und Bauen.
Queer-Feminismus
Ich will queer-Feministische Themen setzen.
Diese Themen sind wichtig und wenig besprochen.
Das Patriarchat ist eine Macht von Männern.
Es macht das Leben für FLINTA-Personen schwer.
FLINTA heißt Frauen, Lesben, inter, nicht-binär, trans und agender.
Wir brauchen einen FLINTA-solidarischen Verband.
Wir müssen uns mit feministischen Themen beschäftigen.
Über mich
Ich heiße Hannah.
Ich bin 23 Jahre alt.
Seit 2022 bin ich in der Grünen Jugend.
Ich war 1 Jahr im Vorstand vom Kreis-Verband Friedrichshain-Kreuzberg.
Ich war 1 Jahr im Landes-Vorstand.
Ich war 1 Jahr Landessprecherin.
Ich studiere Wirtschaft und Politik im Bachelor.
Meine Hobbys sind Lesen, Boxen, Schwimmen, Basteln, Werkeln und Kochen.
Ich freue mich auf die Landes-Mitglieds-Versammlung.
Ich hoffe, ich darf noch ein Jahr Landessprecherin sein.
Kontakt
Du kannst mich fragen.
Auf Instagram heiße ich @hannahfungiert.
Auf Signal heiße ich @Hannah_Fuge.42.
- Alter:
- 23
- Geschlecht:
- weiblich
- Kreisverband:
- Friedrichshain-Kreuzberg
