| Antragsteller*in: | Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin (dort beschlossen am: 23.10.2026) |
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A2: Sudan nicht vergessen - Genozid stoppen und Waffenexporte beenden !
Antragstext
Hintergrund
Seit April 2023 herrscht im Sudan ein verheerender Krieg zwischen den
sudanesischen Streitkräften (SAF) und der paramilitärischen Miliz Rapid Support
Forces (RSF). Nach dem Sturz des langjährigen Diktators Omar al-Bashir 2019 und
dem Militärputsch 2021 eskalierte der Machtkampf zwischen den beiden
militärischen Akteuren zu einem offenen Krieg. Die Hoffnungen der sudanesischen
Demokratiebewegung auf eine zivile und demokratische Zukunft wurden damit
gewaltsam zurückgedrängt.
Der Krieg hat eine der schwersten humanitären Katastrophen weltweit ausgelöst.
Mehr als 34 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, mehr als 14
Millionen wurden innerhalb des Landes oder über die Grenzen hinweg vertrieben.
Hunger, Krankheiten und der Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung bedrohen
weite Teile der Bevölkerung. Insbesondere in Darfur und Kordofan besteht
weiterhin ein akutes Risiko für Hungersnot. Bis Ende des Jahres leiden
voraussichtlich 825.000 Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung,
einem lebensbedrohlichen Zustand. Konservativen Schätzungen zufolge sind bereits
mehr als 150.000 Menschen getötet worden. Die tatsächliche Zahl könnte jedoch
wesentlich höher sein. Die UN gehen inzwischen davon aus, dass die Zahl der
Todesopfer wahrscheinlich im Bereich mehrerer Hunderttausend liegt (bis zu
400.000). Allein zwischen Januar und Juni 2025 hat das Büro des UN High
Commissioner for Human Rights circa 1400 zivile Todesopfer dokumentiert. 1100
Menschen wurden allein in diesem Zeitraum durch den Einsatz von Drohnen getötet.
Menschenrechtsverletzungen
Beide Konfliktparteien sind für schwere Menschenrechtsverletzungen und Verstöße
gegen das humanitäre Völkerrecht verantwortlich. Überlebende berichten von
Massenvergewaltigungen, Angriffe auf humanitäre Helfer*innen, Entführungen oder
Massenhinrichtungen. Auch sexuelle Gewalt bedroht die Sicherheit von vorrangig
Frauen und Mädchen. Die UN haben zwischen Kriegsbeginn und August 2026 838 Opfer
sexueller Gewalt dokumentiert. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich
wesentlich höher. Mit unbemannten Drohnen haben beide Konfliktparteien wieder
und wieder Märkte, Schulen, Tankstellen und Infrastruktur zur Wasserversorgung
angegriffen.
Besonders erschütternd ist die systematische Gewalt der RSF gegen ethnische
Bevölkerungsgruppen in Darfur. Berichte dokumentieren gezielte Tötungen,
Vertreibungen, sexualisierte Gewalt und Angriffe auf Zivilist*innen. Die UN-
Untersuchungskommission stellte 2026 fest, dass die Verbrechen der RSF Merkmale
eines Völkermords aufweisen. Die Gewalt steht in einer historischen Kontinuität
mit den genozidalen Verbrechen in Darfur seit den 2000er-Jahren, an denen
Vorläufermilizen der RSF beteiligt waren.
Am 6. Juli hat der UN Human Rights Council in seiner Resolution 62/1 die
Gewalteskalationen durch die RSF in und um El Obeid klar verurteilt und vor der
Gefahr von weitreichender Massengewalt gewarnt. Weiterhin fordert der Rat in der
Resolution die Einsetzung einer unabhängigen Fact-Finding Mission zur
Untersuchung von Menschenrechtsverstößen. Dieser Forderung schließen wir uns an.
Die Verbrechen müssen unbedingt von der internationalen Gemeinschaft untersucht
und geächtet werden. Es darf nicht zu Straflosigkeit kommen.
Internationale und deutsche Beteiligung und Verantwortung
Der Krieg und der Genozid werden auch durch internationale Akteure ermöglicht
und verlängert, auch aus eigenen Interessen. Bisherige Vermittlungsversuche
konnten bislang keinen dauerhaften Waffenstillstand erreichen. Besonders die
Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) stehen wegen ihrer Unterstützung der RSF
stark in der Kritik. UN-Ermittler*innen dokumentierten 2026 Netzwerke zur
Finanzierung, Rekrutierung und militärischen Unterstützung der RSF mit
Verbindungen in die VAE. Die Emirate weisen die Vorwürfe zurück. Die VAE
verfolgen hier eigene wirtschaftliche Interessen über den Ausbau ihres
Einflusses am Roten Meer sowie Zugang zum sudanesischen Gold. Auch die SAF
werden aus dem Ausland unterstützt (vor allem Ägypten, Saudi-Arabien, Türkei).
Auch Deutschland trägt hier klar Verantwortung. Trotz der UN-Erkenntnisse
unterhält die Bundesregierung enge wirtschaftliche und sicherheitspolitische
Beziehungen zu den VAE und exportiert Rüstungsgüter in die VAE. Zwischen Januar
2023 und Oktober 2025 allein genehmigte die Bundesregierung Rüstungsexporte in
Höhe von rund 244 Millionen Euro. Menschenrechtsorganisationen warnen
ausdrücklich vor dem Risiko, dass Waffen an die RSF weitergeleitet werden.
Deutsche Rüstungsexporte dürfen nicht dazu beitragen, einen Krieg zu
ermöglichen, in dem massenhaft Zivilist*innen getötet und vertrieben werden.
Die UN warnen weiterhin vor der zunehmenden Komplexität des Konflikts. Der
Einsatz technisch komplexer Waffensysteme, der direkte Einfluss außenstehender
Akteure sowie die kontinuierliche Aufrüstung und zahlenmäßige Zunahme der
bewaffneten Akteure innerhalb Sudans tragen zu einer zunehmenden Fragmentierung
bei. Neben SAF und RSF sind zahlreiche lokale und regionale Milizen und
bewaffnete Gruppen mit ihren eigenen territorialen, politischen und
Sicherheitsinteressen in die Kämpfe verwickelt. Dies verschlechtert die
Perspektive auf einen stabilen Waffenstillstand und erhöht das Risiko für
Zivilist*innen weiter.
Deutschland muss den Opfern der Gräueltaten im Sudan Schutz bieten. Niemand darf
in ein Land abgeschoben werden, in dem jegliche Existenz durch Gewalt und
humanitäre Notlagen bedroht ist. Es braucht dringend einen bundesweiten Stopp
für Abschiebungen in den Sudan. Jegliche Zivilist*innen schweben im Sudan
landesweit in Gefahr, willkürlichen Menschenrechtsverletzungen zum Opfer zu
fallen. Die Bundesregierung sollte sich zu einem Aufnahmeprogramm inklusive
angemessener psychologischer Betreuungsangebote verpflichten. Verfahren zur
Einreise und zur Visavergabe müssen schnell, sicher und unbürokratisch gestaltet
werden.
Bislang sind sämtliche internationale Vermittlungsversuche gescheitert.
Waffenstillstandsvereinbarungen haben nicht standgehalten. Die internationale
Gemeinschaft muss sich für einen inklusiven Friedensprozess einsetzen, der die
Perspektiven der Menschen vor Ort priorisiert. Zivilgesellschaft und politische
Akteure müssen gleichermaßen in einen solchen Prozess einbezogen werden. Ganz
besonders Frauen und Mädchen sowie junge Menschen müssen hier priorisiert
werden. Deutschland und die EU müssen sich dringend proaktiv an Gesprächen zur
Vermittlung zwischen den Konfliktparteien für einen humanitären Waffenstillstand
beteiligen. Ein zeitnahes Handeln ist von absoluter Dringlichkeit.
Erschütternd ist besonders der fehlende Raum für die Situation im Sudan in der
medialen und politischen Debatte in der deutschen und westlichen Öffentlichkeit.
Das Leiden der sudanesischen Bevölkerung geschieht fernab von jedem öffentlichen
Aufschrei der internationalen Staatengemeinschaft. Das muss sich ändern. Dieser
Antrag soll einen ersten Schritt in diese Richtung gehen.
Beschluss
Die GRÜNE JUGEND Berlin fordert
Einen sofortigen Waffenstillstand und ungehinderten humanitären Zugang zu
allen betroffenen Gebieten im Sudan sowie eine deutliche Ausweitung der
humanitären Hilfe durch Deutschland und die internationale Gemeinschaft.
Die sofortige Aussetzung deutscher Rüstungsexporte an die Vereinigten
Arabischen Emirate, solange eine Weiterleitung an die RSF nicht
zuverlässig ausgeschlossen werden kann, sowie eine konsequente Kontrolle
bestehender Exportgenehmigungen. Außerdem eine Ausweitung des EU-
Waffenembargos auf den ganzen Sudan und eine konsequente Durchsetzung.
Die Kopplung des derzeit zu verhandelnden Freihandelsabkommens zwischen
der EU und den VAE an das Aussetzen von finanzieller, logistischer und
militärischer Unterstützung für die RSF. Die EU und Deutschland dürfen
kein so weitreichendes Partnerschaftsabkommen mit einer Regierung
eingehen, die das genozidale Vorgehen der RSF bewusst unterstützt.
Ein umfassendes Waffenembargo gegen alle Konfliktparteien im Sudan und
gezielte Sanktionen gegen Personen, Unternehmen und Netzwerke, die den
Krieg und den Genozid durch Waffenlieferungen, Finanzierung oder
Rekrutierung unterstützen.
Eine stärkere Überprüfung und Sanktionierung der internationalen Finanz-
und Handelsstrukturen der Konfliktparteien. Deutschland und die EU müssen
vollumfänglich alle zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen und
diplomatischen Mittel nutzen, um Druck auf die Konfliktparteien auszuüben.
Eine unabhängige Aufarbeitung und strafrechtliche Verfolgung der
Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und genozidalen
Gewalt, insbesondere durch die Unterstützung internationaler
Untersuchungsmechanismen und des Internationalen Strafgerichtshofs.
Besonderes Augenmerk sollte hier auf sexualisierte Gewalt gelegt werden.
Die Stärkung sudanesischer zivilgesellschaftlicher und demokratischer
Akteur*innen, insbesondere feministischer Organisationen, lokaler
humanitärer Netzwerke wie Emergency Response Rooms und der sudanesischen
Demokratiebewegung. Die politische Zukunft des Sudan muss von seiner
Zivilbevölkerung bestimmt werden – nicht von bewaffneten Milizen oder
ausländischen Mächten.
Die Schaffung sicherer humanitärer Flucht- und Evakuierungswege durch
beispielsweise unbürokratische Visavergabe sowie einen bundesweiten
Abschiebestopp in den Sudan.
Internationale Initiativen zur Dokumentierung und Untersuchung der
Menschenrechtsverletzungen im Sudan. Die Bundesregierung muss sich auf
internationaler Ebene - vor allem im Rahmen der Vereinten Nationen - für
eine solche Mission einsetzen und Bereitschaft signalisieren, sich selbst
zu beteiligen.
Bessere und umfassende Medienberichterstattung über die Lage im Sudan. Die
deutsche Öffentlichkeit muss umgehend über die verheerende humanitäre
Katastrophe und die Menschenrechtsverletzungen im Sudan aufgeklärt werden.
Die Sicherstellung der umfassenden und gleichberechtigten Beteiligung der
sudanesischen Zivilgesellschaft an internationalen Verhandlungen und am
Friedensprozess. Alle Perspektiven müssen hier gleichermaßen vertreten
sein, besonders die Stimmen marginalisierter gesellschaftlicher Gruppen.
Die GRÜNE JUGEND Berlin fordert vom Berliner Senat:
Vorbereitung eines humanitären Landesaufnahmeprogrammes für besonders
schutzbedürftige Menschen aus dem Sudan nach § 23 Absatz 1
Aufenthaltsgesetz und Beantragung beim Bundesinnenministerium
Anstoß einer Bundesratsinitiative für die Auflage eines bundesweiten
humanitären Aufnahmeprogramms
Eine stärkere Unterstützung besonders schutzbedürftiger geflüchteter
Menschen aus dem Sudan bspw. durch psychosoziale Versorgung
Die Stärkung von Berlin als Ort für sudanesische Zivilgesellschaft durch
Organisation von Konferenzen für sudanesische Exilaktivist*innen,
Frauenrechtsorganisationen und Menschenrechtsverteidiger*innen und auch
der finanziellen Unterstützung sudanesischer Diaspora- und
Selbstorganisationen
Die Förderung von Angeboten der politischen Bildung,
Informationsmaterialien, Informations- und Diskussionsveranstaltungen und
künstlerischen Aufarbeitungen der Lage im Sudan
Die Menschen im Sudan dürfen nicht länger den geopolitischen und
wirtschaftlichen Interessen anderer Staaten untergeordnet werden. Menschenrechte
und Völkerrecht müssen auch dort gelten, wo ihre Durchsetzung wirtschaftlichen
Interessen entgegensteht.
Antrag in einfacher Sprache
Hintergrund
Im Sudan gibt es seit April 2023 einen schlimmen Krieg.
Die sudanesische Armee und eine Miliz kämpfen gegeneinander.
Die Miliz heißt „Rapid Support Forces“ (RSF).
Früher gab es einen Diktator im Sudan. Er hieß Omar al-Bashir.
Nach dem Ende der Diktatur gab es einen Militärputsch.
Seitdem kämpfen verschiedene Gruppen um die Macht.
Die Menschen im Sudan wollten Demokratie. Das bedeutet: Das Volk entscheidet.
Aber die Hoffnung auf Demokratie wurde zerstört.
Der Krieg macht das Leben im Sudan sehr schwer.
Viele Menschen brauchen Hilfe.
Mehr als 34 Millionen Menschen brauchen Hilfe zum Leben.
Mehr als 14 Millionen Menschen sind geflüchtet.
Viele Menschen haben keinen ausreichend zu essen, bekommen Krankheiten oder keine ärztliche Hilfe.
Besonders schlimm ist die Lage in Darfur und Kordofan.
Viele Kinder leiden Hunger. Das ist lebensgefährlich.
Schätzungen sagen: Es sind über 150.000 Menschen im Krieg gestorben. Die Zahl könnte aber größer sein.
Die Vereinten Nationen (UN) glauben: Es könnten bis zu 400.000 Menschen gestorben sein.
Menschenrechtsverletzungen
Beide Seiten im Krieg machen schlimme Dinge.
Sie verletzen die Menschenrechte. Das sind Regeln, die Menschen schützen sollen.
Menschen berichten:
- Es gibt Massenvergewaltigungen.
- Helfende Menschen werden angegriffen.
- Manche Menschen werden entführt oder getötet.
Viele Frauen und Mädchen sind besonders in Gefahr.
Die UN haben viele Fälle von sexueller Gewalt aufgeschrieben.
Aber die echte Zahl ist wahrscheinlich viel größer.
Beide Seiten benutzen Drohnen, um Märkte, Schulen und wichtige Orte anzugreifen.
Die RSF ist besonders gewalttätig gegen bestimmte Gruppen.
Zum Beispiel gegen Menschen in Darfur.
Hier gibt es Berichte über gezielte Tötungen, Vertreibungen und Gewalt gegen Frauen.
Die UN sagen: Die Gewalt der RSF ist wie ein Genozid.
Genozid bedeutet: Viele Menschen werden getötet, weil sie zu einer bestimmten Gruppe gehören.
Diese Gewalt gab es in Darfur schon früher.
Die UN haben am 6. Juli eine Resolution gemacht.
Das ist ein wichtiger Beschluss.
Sie verurteilen die Gewalt der RSF und warnen vor noch mehr Gewalt.
Die UN wollen eine unabhängige Untersuchung.
Wir finden: Diese Verbrechen müssen untersucht werden.
Die Täter dürfen nicht ohne Strafe davonkommen.
Internationale und deutsche Verantwortung
Andere Länder helfen den Gruppen im Krieg.
Manche Länder schicken Geld, Waffen oder andere Unterstützung.
Besonders die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) helfen der RSF. Die UN haben das herausgefunden.
Die VAE wollen mehr Einfluss haben. Zum Beispiel für den Handel und für Gold aus dem Sudan.
Auch andere Länder wie Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei helfen der sudanesischen Armee.
Deutschland hat auch Verantwortung.
Deutschland verkauft Waffen in die VAE.
Das kann gefährlich sein, denn die Waffen könnten im Sudan benutzt werden.
Das darf nicht sein, denn dadurch werden viele Menschen getötet.
Der Krieg wird immer komplizierter.
Im Sudan kämpfen immer mehr verschiedene Gruppen.
Das macht es schwer, Frieden zu bekommen.
Deutschland muss den Menschen im Sudan helfen.
Es darf niemand gezwungen werden, nach Sudan zurückzugehen.
Die Grüne Jugend fordert: Stoppt Abschiebungen in den Sudan.
Deutschland soll wichtige Hilfe anbieten, zum Beispiel psychologische Betreuung.
Visa und Einreise müssen einfach und schnell werden.
Bisher gab es keinen echten Frieden.
Es gab keine guten Waffenstillstände.
Die internationale Gemeinschaft muss sich für Frieden einsetzen.
Die Menschen im Sudan müssen mitreden dürfen.
Besonders Frauen und junge Menschen brauchen Unterstützung.
Deutschland und die EU sollen sofort bei Friedensgesprächen helfen.
In Deutschland wird zu wenig über den Sudan gesprochen.
Das Leiden der Menschen ist kaum zu hören.
Das muss sich ändern.
Beschluss (Forderungen der GRÜNEN JUGEND Berlin)
1. Sofortiger Waffenstillstand im Sudan.
2. Hilfe für die Menschen im Sudan, besonders in Not.
3. Deutschland soll keine Waffen mehr an die VAE verkaufen.
4. Die EU soll keine Waffen mehr in den Sudan bringen.
5. Ein Freihandelsabkommen mit der VAE nur, wenn sie keine Hilfe für Gewalt im Sudan leistet.
6. Verbot von Waffen für alle Gruppen im Sudan.
7. Strafe für Menschen und Firmen, die den Krieg unterstützen.
8. Die Finanzströme der Konfliktparteien besser überprüfen und bestrafen.
9. Kriegsverbrechen im Sudan müssen untersucht werden.
10. Besonders sexuelle Gewalt muss untersucht werden.
11. Unterstützung für die sudanesische Zivilgesellschaft und demokratische Gruppen.
12. Flucht und Aufnahme müssen einfach und sicher sein, zum Beispiel durch schnelle Visa.
13. Keine Abschiebungen in den Sudan.
14. Deutschland soll bei internationalen Untersuchungen helfen.
15. Mehr Berichte in den Medien über Sudan.
16. Die sudanesische Gesellschaft muss bei Friedensprozessen mitmachen dürfen.
Forderungen an den Berliner Senat
- Berlin soll ein Aufnahmeprogramm für besonders gefährdete Menschen aus dem Sudan machen.
- Deutschland soll mehr Menschen aus dem Sudan aufnehmen und helfen.
- Besonders gefährdete Geflüchtete sollen Unterstützung bekommen.
- Berlin soll ein Ort werden, wo Menschen aus dem Sudan sich treffen und Hilfe bekommen.
- Berlin soll sudanesische Organisationen unterstützen, z.B. mit Geld und Veranstaltungen.
- Informationen und Bildungsangebote über den Sudan sollen gefördert werden.
Die Menschen im Sudan sollen nicht schlechter behandelt werden als andere.
Menschenrechte und das Völkerrecht müssen überall gelten.
Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht wichtiger sein als das Leben von Menschen.
Begründung
Die Lage im Sudan ist sehr dramatisch, aber nimmt kaum Raum in der medialen und politischen Debatte in der deutschen und westlichen Öffentlichkeit ein. Das Leiden der sudanesischen Bevölkerung geschieht fernab von jedem öffentlichen Aufschrei der internationalen Staatengemeinschaft. Das muss sich ändern. Dieser Antrag soll einen ersten Schritt in diese Richtung gehen und ein wenig mehr Aufmerksamkeit für das Thema auch bei uns in der Grünen Jugend schaffen.
