| Antragsteller*in: | Lena Maron (LV Grüne Jugend Berlin) |
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A11: Lena Maron
Selbstvorstellung
Liebe GRÜNE JUGEND BERLIN,
wir haben in den letzten Wochen gemeinsam für einen Politikwechsel in Berlin gekämpft. Wir haben dafür gekämpft, dass Berlin endlich wieder bezahlbar und für alle gerecht wird. Die Dringlichkeit für eine soziale Politik, die die Sorgen der Menschen ernst nimmt und allen ein besseres Leben ermöglicht, haben die Berliner*innen mit einem klaren Wahlergebnis bestätigt: Die Linke ist stärkste Kraft geworden, und ein Großteil der Berliner*innen bevorzugt eine Koalition aus Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD. Eine linke Regierungskoalition in Berlin ist alternativlos! Rot-Grün-Rot ist eine historische Chance, Berlin bezahlbar zu machen. Eine Chance auf eine Stadt, in der sich alle das Leben leisten können. Eine Chance auf echte Veränderung. Für nichts weniger haben wir gekämpft!
Die GRÜNE JUGEND BERLIN (GJB) stand in den letzten Monaten gemeinsam auf der Straße, um die Menschen vor Ort mit konkreten Lösungen für ganz reale Probleme zu erreichen. Wir haben an wahnsinnig vielen Haustüren Gespräche geführt. Wir haben Memory und Jenga auf der Straße gespielt. Wir haben die Kulturkarre auf einen Schotterplatz in Marzahn-Hellersdorf gestellt, und der Bass gegen Kulturkürzungen und die beschissene Jugendpolitik des Berliner Senats hat so laut geknallt, dass die Kids aus der Platte zum Tanzen zu uns gekommen sind. Und wir haben es geschafft, dass vier junge, starke linke Stimmen im Berliner Abgeordnetenhaus sitzen. Und auch wenn Rot-Grün-Rot kommt, werden wir nicht leise werden, denn diese Regierung muss jetzt abliefern! Berlin muss zeigen, eine linke Regierung ist nicht extrem, sie ist die notwendige Veränderung, die wir alle brauchen, in einem Jahr, indem Faschos im Landtag plötzlich in der Mitte sitzen wollen und die CDU mit Blumen daneben steht. Nach der Wahl heißt es also: raus auf die Straße! Veränderung braucht Druck aus der Zivilgesellschaft.
Alles wird gut, solange du Antifa bist!
Mir gibt all das Hoffnung. Hoffnung in einer Zeit, in der ich oft nicht weiß, vor welcher Krise ich eigentlich gerade am meisten Angst haben sollte. Und es gibt mir Kraft in einer Zeit, in der ich oft nicht weiß, wie wir aus dieser ganzen Scheiße jemals wieder rauskommen sollen. Hoffnung, weil ich eure unermüdliche Entschlossenheit, für eine bessere Zukunft für alle aufzustehen, immer wieder sehe. Kraft, weil ich mit euch antifaschistische Banden bilde, die gegen die unerträglichen Ungerechtigkeiten dieser Welt ankämpfen.
Ich kandidiere als Landessprecherin der GJB, weil ich diese Banden weiter stärken möchte. Und das geht nur mit euch!
Aber wie?
Eine stachelige, laute GJB braucht eine starke Basis. Ich möchte die Arbeit der Kreisverbände weiter stärken, durch Strukturen, die allen Mitgliedern und interessierten Jugendlichen Beteiligung ermöglichen. Die Zusammenarbeit der Kreisverbände untereinander und mit dem Landesvorstand möchte ich ausbauen, damit Wissen, Erfahrungen und Ressourcen geteilt und verstärkt werden können. Dazu gehört auch gute Bildungsarbeit, keine Frage. Aber Bildungsarbeit darf nicht bei der Frage stehen bleiben, was dieses eine Thema für uns als GJB denn nun bedeutet. Für mich gehört dazu auch, praktisches Wissen über Partei- und Verbandsstrukturen zu vermitteln, damit die Kreisverbände in der Parteien- und Gremienarbeit handlungsfähig werden. Nur so können wir politische Praxis vor Ort gestalten, Kampagnen organisieren und in Partei, Parlament und auf der Straße laut bleiben.
TINA* und Migra-Personen stärken
Laut bleiben werde ich auch, wenn es um die Stärkung von TINA*- und Migra-Personen in unserem Verband geht. Dafür reichen gute Vorsätze nicht aus. Wir brauchen strukturelle Veränderungen, die die Beteiligung marginalisierter Personen nachhaltig stärken und bestehende Hürden abbauen. Wir müssen unsere Vernetzungsangebote und Safer Spaces für marginalisierte Personen ausbauen, niedrigschwellige Zugänge schaffen und vor allem unsere Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit im Verband konsequent verstärken.
make politics sexy ;)
Unser Ehrenamt ist wahnsinnig wichtig, aber seien wir ehrlich: manchmal auch ganz schön zäh. Damit wir wirksam bleiben und sich möglichst viele junge Menschen von uns angesprochen fühlen, muss unser politischer Einsatz sichtbar und mitreißend sein. Also: let’s make politics sexy! Mit kreativen, lauten Kampagnen, kunterbunter Präsenz auf der Straße und auf Social Media und einer Verbandskultur, die junge Menschen begeistert und zum Mitmachen motiviert.
Es gibt viel zu tun. Über euer Vertrauen, diese Aufgabe als eure Sprecherin anzupacken, wäre ich unglaublich dankbar.
Wer bin ich?
Ich bin Lena, 24, meine Pronomen sind sie/ihr. Ich bin in Berlin aufgewachsen und liebe die Stadt für ihre Vielfältigkeit und die Kultur- und Theaterszene. Ich war 12 Jahre lang in einem Musical-Ensemble und habe so ziemlich immer einen Ohrwurm von irgendeinem Musicalsong. Ich stricke und lese gerne und mache viel Sport. Durch mein Studium Gender, Intersektionalität und Politik und meinen Job in der Antidiskriminierungs- und Diversitätsarbeit befasse ich mich täglich mit der Förderung von Vielfalt und der konsequenten Bekämpfung von Diskriminierung. Seit Januar 2025 bin ich im Kreisverband Ost der GJB aktiv. Ob bei Aktiventreffen, Verbandswochenenden, im Kreisvorstand oder im Bundesteam Ost: Ich durfte in dieser Zeit wahnsinnig viel lernen, über den Verband, über die politische Lage in Berlin und vor allem über die Menschen, die in der GJB aktiv sind.
Wir sehen uns auf der Landesmitgliederversammlung!
GaLiGrü – Eure Lena
- Alter:
- 24
- Geschlecht:
- weiblich
- Kreisverband:
- Ost
