Die Ergänzung des „L“ im bisherigen FINTA*-Statut zu einem FLINTA*-Statut dient der bewussten und expliziten Sichtbarmachung lesbischer Personen als eigenständig von patriarchalen Machtverhältnissen betroffene Gruppe. Lesbische Menschen erfahren nicht nur Sexismus, sondern auch spezifische Formen von Queerfeindlichkeit und struktureller Unsichtbarmachung – auch innerhalb feministischer und linker Räume. Ihre Benennung ist daher kein Zusatz, sondern politisch notwendig, um Ausschlüsse zu vermeiden.
Historisch wie aktuell waren Lesben zentrale Akteur*innen feministischer Kämpfe, wurden jedoch immer wieder aus feministischen Räumen verdrängt oder nicht mitgedacht. Die explizite Aufnahme des „L“ knüpft an diese feministische Tradition an und erkennt lesbische Perspektiven und Erfahrungen als eigenständigen Bestandteil emanzipatorischer Politik.
Mit der Umstellung auf FLINTA* präzisiert die Grüne Jugend Berlin ihren feministischen Anspruch und stärkt Schutz-, Beteiligungs- und Empowermenträume für alle von patriarchaler Diskriminierung betroffenen Geschlechter. Die Änderung stellt keine Abkehr vom bisherigen Verständnis dar, sondern eine konsequente Weiterentwicklung intersektionaler und solidarischer Praxis.
Weiteres lässt sich auch hier nochmal genauer nachlesen:
