Antragsteller*in: | Teresa Reichelt (KV Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf) |
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A16: Teresa Reichelt
Selbstvorstellung
Ihr Lieben,
Als ich 2021 zur Grünen Jugend gekommen bin, war es vor allem Hoffnung, die mich politisch aktiv werden ließ. Hoffnung, dass nach 16 Jahren Stillstand endlich Veränderung kommt, dass Klimaschutz zur Priorität wird, dass wir eine Partei in der Regierung haben, die konsequent für Menschenrechte einsteht. Die letzten Jahre waren dahingehend eine absolute Enttäuschung.
Und trotzdem, Aufgeben ist für mich keine Option, denn Hoffnung, die mich antreibt, habe ich auch weiterhin! Hoffnung geben mir heute die Menschen, die mit mir für eine gerechte und bessere Zukunft kämpfen. Die, die bei Wind und Wetter demonstrieren, wenn die Union die Brandmauer einreißt. Die um 4 Uhr morgens an Streikposten stehen, um Solidarität zu zeigen. Die unermüdlich Anträge schreiben, verhandeln und immer bereit sind, Parteitage zum Brennen zu bringen – im besten Sinne.
Mit euch zu kämpfen, gibt mir mehr Hoffnung als alles andere! Daher möchte ich mich bei euch als Landessprecherin bewerben und bitte dafür um euer Vertrauen.
Wer bin ich?
Ich bin Teresa (sie/ihr), 23 Jahre alt und vor allem in CharWilm aktiv, seit einem Jahr auch als Sprecherin.
Die letzten Jahre habe ich damit verbracht einen Bachelor in Politikwissenschaft und Publizistik zu machen. Seit dem Herbst bin ich wieder Ersti, diesmal aber als VWL-Studentin, die sich wöchentlich darüber empört, dass Wirtschaftswissenschaften immer noch religiös neoliberale Theorien und Denkschulen predigen.
Politisiert wurde ich in meiner Jugend durch Anti-Pegidademos, Klimastreiks und queerfeministische Kämpfe. Auch heute zählen Antifaschismus, Klimagerechtigkeit und Queerfeminismus zu meinen Herzensthemen. Aber mittlerweile brenne ich auch für Außenpolitik und vor allem für Wirtschaft- und Finanzpolitik. Dabei geht es mir nicht darum einem längst veralteten Wachstumsgedanken hinterherzurennen, sondern wie wir soziale Gerechtigkeit und das gute Leben für alle erreichen können (Spoiler: ohne Umverteilung geht das nicht).
Was will ich in der GJ Berlin bewegen?
Starke Kreisverbände sind das Rückgrat der Grünen Jugend
Klar ist ohne die Kreisverbände geht gar nichts und deswegen will ich vor allem diese unterstützen. Dazu zählt ein enger Kontakt, aber auch besseres Skillsharing und kontinuierlicher Wissenstransfer. Ich selbst bin in den Anfängen meiner Vorstandszeit viel damit beschäftigt gewesen, selber lernen zu müssen, wie Dinge funktionieren, welche Sachen wichtig sind und auch wie man als KV politisch wirksam werden kann. Dabei haben wir in unserem Landesverband die Möglichkeiten regelmäßigen Austausch anzubieten und Erfahrungswerte und Expertise zu teilen. Dafür will ich mich einsetzen!
Bildungsarbeit als Grundlage politischer Praxis
Was in der GJ natürlich auch nie fehlen darf ist fantastische Bildungsarbeit! Dabei ist mir wichtig, dass Bildungsangebote die Grundlage für unsere politische Praxis sind. Ein bisschen Klassenanalyse tut jedem gut, aber noch besser ist es, wenn sich diese in konkretes Handeln übersetzt. Vor allem muss unsere Bildungsarbeit stets inklusiv sein, nicht nur in der Themensetzung, sondern auch in der Sprache: Workshops sollen nicht nur für Politikstudent*innen verständlich und interessant sein, sondern für all unsere Mitglieder unabhängig von Alter, Vorerfahrung oder Bildungsweg!
Starke FINTA*-Strukturen und feministische Bildung für alle
Das letzte Jahr durfte ich in CharWilm fintapolitische Sprecherin sein. Kein Wunder also, dass FINTA*-Förderung mir besonders wichtig ist. FINTA*-Treffen gehören für mich zu den schönsten Events in der GJ, weil sie ein Safe Space sind und ein Stück gelebte Utopie im Patriarchat. Aber Feminismus geht alle Menschen in unserem Verband etwas an! Deswegen braucht es neben FINTA*-Vernetzung auch eine Auseinandersetzung mit feministischen Themen und kritischer Männlichkeit für alle Mitglieder, die bei uns aktiv sind!
Zuletzt noch ein paar Worte zur Grünen Partei:
Ich weiß, dass es in unserem Verband unterschiedlichste Meinungen gibt, wie wir uns zur Partei verhalten und positionieren sollten. Ich verstehe wirklich jede Person, die besonders in den letzten Jahren und Monaten, immer wieder Zweifel hatte, ob gesellschaftliche Veränderung mit der Grünen Partei machbar ist. Auch ich bin immer wieder von den Minimalkompromissen der letzten Jahre enttäuscht worden.
Für mich ist daher klar: wir sind keine Kaderschmiede und keine Wahlkampftruppe der Altpartei! Unsere Stärke als Verband ist auch nicht abhängig von den Wahlergebnissen der Grünen! Denn Veränderung wird nicht nur in den Parlamenten vorangetrieben, sie wird vor allem von der Zivilgesellschaft auf der Straße erkämpft!
Gleichzeitig bin ich auch der Überzeugung, dass wir in der Partei und besonders im Berliner Landesverband Verbündete haben, die für die gleichen Dinge kämpfen, für die wir jeden Tag einstehen. Und ich glaube, dass wir als Parteijugend Einflussmöglichkeiten und Ressourcen haben, die uns von anderen Organisationen unterscheiden. Parteiarbeit ist mühsam und anstrengend, aber sie kann sich auszahlen und deswegen gehört sie zu meiner politischen Arbeit dazu.
Und sonst so?
Wenn ich nicht mit Aktivismus, Uni und Arbeit beschäftigt bin, findet man mich meist an der Boulderwand, mit einem guten Buch in der Hand (nicht zeitgleich) oder tanzend auf Konzerten mit meinen Freund*innen.
Falls du Fragen hast oder dich austauschen willst, slide jederzeit auf Telegram (@teresareichelt) in meine Nachrichten oder auf Instagram (@teresa.rchlt) in meine DMs:) Ich freu mich über eure Gedanken!
GaLiGrü und bis bald<3
Teresa
- Alter:
- 23
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Ingolstadt