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            <title>2. Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND Berlin: Anträge</title>
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                <title>2. Landesmitgliederversammlung 2026 der GRÜNEN JUGEND Berlin: Anträge</title>
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                        <title>A9: Leitantrag: Berlin in unseren Händen</title>
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                        <author>Landesvorstand GRÜNE JUGEND Berlin (dort beschlossen am: 24.10.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zeit für Inhalte: Wie wir als Verband unser Berlin gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Berlin herrscht Aufbruchstimmung. Das letzte Jahr war geprägt von Wahlkampfständen, Kampagnen und Verhandlungen, um linke Mehrheiten zu gewinnen. Die Wahlen haben uns gezeigt, dass der Wunsch nach fundamentalem Wandel in Berlin ungebrochen ist. Das gibt uns und unseren Bündnispartner*innen Hoffnung und Bestätigung in unserer Arbeit. Die Vergangenheit hat uns jedoch gezeigt: Wandel passiert nicht nur durch das Zeichnen von Utopien oder das Besetzen von parlamentarischen Sitzen. Wandel passiert, wenn wir die Stadt zurückerobern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hoffnung verstehen wir nicht als passives Warten, sondern als radikale Tatkraft. Die neu gewonnenen politischen Mehrheiten, die aktuelle Lage unseres Verbands und die Inhalte, die wir aus der Opposition heraus erarbeitet haben, wollen wir nun miteinander vereinen. Wir wollen ein Berlin gestalten, das uns allen, unabhängig von Vermögen, Geschlecht oder Herkunft, gehört.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser Berlin: Macht vorm Brandenburger Tor, Druck im Abgeordnetenhaus</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Vertrauen vieler Berliner*innen in rein institutionelle Politik wurde verspielt. Die Erfahrungen mit progressiven Regierungsmehrheiten zeigen, dass Forderungen unserer Bündnispartner*innen nicht automatisch umgesetzt werden, nur weil sie im Koalitionsvertrag niedergeschrieben wurden. Deshalb rücken wir die Straße wieder ins Zentrum unseres Handelns.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die traditionelle Doppelstrategie der Grünen Jugend, ein Verbindungspunkt zwischen Straße und Parlament zu sein, soll mit unseren Votenträger*innen im AGH gefestigt werden. Die Straße soll dabei das wichtigste Korrektiv einer progressiven Regierung bleiben. Denn parlamentarische Einbindung darf nicht zu Konformität führen, sondern muss als verlängerter Arm von sozialen Bewegungen in Regierungsarbeit dienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Grüne Jugend Berlin unterstützen wir demokratiestärkende Proteste, die frei, laut und stachelig an bestehenden Machtverhältnissen rütteln. Wir unterstützen weitreichende Streiks und bauen so den notwendigen Druck auf die Entscheidungsträger*innen auf. Unsere Aufgabe ist es, jungen Menschen Gehör zu verschaffen, ihre Probleme ernst zu nehmen und die politische Verantwortung derer einzufordern, die in den Machtzentren, gerade hier in Berlin, sitzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir blicken dabei bewusst auf die aktuellen Schüler*innenproteste in Frankreich. Die europaweiten Proteste sind kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer globalen Welle des Widerstands gegen Austerität, Prekarisierung und politische Entmachtung junger Menschen. Durch diese Bewegungen entsteht ein neues Klassenbewusstsein, das die Frage stellt, wem Städte, Ressourcen und Zukunft eigentlich gehören. Berlin, als Schmelzpunkt von diversen linken Bewegungen, mit seiner Nähe zu den Ostbundesländern und, muss Teil dieser Energie sein und sie weiter anfachen. Es liegt an Akteur*innen wie der Grünen Jugend, diese Ressourcen zu nutzen und in der neuen Legislaturperiode aus Vernetzung zwischen Parlament und Staße mehr als nur Symbolpolitik zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inhalte (kramt die Beschlüsse der letzten 5 Jahre aus, sie sind aktueller denn je)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beim Verbandstag im Herbst haben wir viel über die Zukunft der Grünen Jugend Berlin diskutiert. Diese Ergebnisse gießen wir jetzt in die Form eines Beschlusses, um aus Debatten Konsequenzen zu ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohnen ist keine Ware, Pflege ist politisch</strong><br>
&#039;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&#039; wurde 2021 per Volksbegehren beschlossen. Heute arbeitet die Bewegung eng mit Mieter*innenverbänden zusammen und hat gemeinsam mit Jurist*innen konkrete Gesetzesvorschläge für die Umsetzung erarbeitet. Es ist höchste Zeit, diesen Volksentscheid umzusetzen. Diese Forderung ist für Rot-Grün-Rot 2026 unverhandelbar. Es ist unsere Bedingung für jeden Koalitionsvertrag, den wir unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mieter*innen- und Arbeiter*innenkämpfe sind miteinander verschränkt, da beiden klar die Klassenfrage zu Grunde liegt. Wir dürfen sie nicht gegeneinander ausspielen. Stattdessen wollen wir lernen, diese Zusammenhänge zu benennen und entsprechend zu argumentieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade an der Charité wurden hart erkämpfte Entlastungen für Pfleger*innen rückgängig gemacht. Und es trifft eine Berufsgruppe, die mehrfach belastet ist: durch Personalmangel, in 2026, durch wegen der Klimawandel verschärften Hitzewellen, durch zusätzliche Care-Arbeit zu Hause und durch einen antifeministischen und antidiversity Rollback im Berufsumfeld. Wir wollen keine symbolischen Balkonapplause, sondern faire Ausbildungsbedingungen, humane Arbeitszeiten und deutlich höhere Gehälter. Und weil hohe Mieten die finanzielle Belastung dieser Berufsgruppen noch weiter verschärfen, könnte die Vergesellschaftung von Wohnraum konkret ihnen zugutekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mobi für das, was zählt</strong><br>
Die Grüne Fraktion trotzt vor Verkehrspolitiker*innen. Unser Anspruch an sie muss sein, nicht nur die die Rückwärtspolitik der CDU aufzuholen, sondern Mobilität für alle zu gestalten. Das 9-Euro-Ticket hat die Grüne Jugend Berlin aus gutem Grund ins Wahlprogramm verhandelt. Das Ticket hat die soziale Teilhabe von Menschen mit geringerem Einkommen erwiesenermaßen verbessert. Überschneidungen unserer Forderungen sehen wir klar auch bei Fridays for Future, die seit Jahren eine grüne Verkehrswende fordern. Die Kommunikation zwischen GJ-Kreisverbänden und FFF-Ortsgruppen muss durch gemeinsame Treffen besser werden. Für Demos und kurzfristige Ankündigungen muss auf Landesebene ein klarer Kommunikationsleitfaden geregelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnisse wie ,Widersetzen&#039; haben einen Minimalkonsens geschaffen und diverse gesellschaftliche Akteur*innen zusammengebracht, auch wenn sich Meinungen zu anderen Themen unterscheiden. Demokratie zu schützen und ihre Feinde zu bekämpfen ist für uns unverhandelbar. Ein AfD-Verbot ist überfällig und ein Verbotsprüfverfahren muss in Berlin eingeleitet werden. Hier sollte unsere Zusammenarbeit mit ,Widersetzen&#039; aber nicht enden. Den Rechtsruck können wir nur mit breiten Mehrheiten kontern, weshalb unser Protest auf den Straßen bleibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im digitalen Raum bestimmen einige wenige, was Nutzer*innen vom politischen Diskurs zu sehen bekommen. Hier sehen wir ein immenses Ungleichgewicht an Fakten und emotionalisierenden Bildern und Schlagzeilen. Weder vom Vertuschen von AfD-Mehrheiten in Landtagen oder Bezirksparlamenten durch Hetzkampagnen gegen Rot-Grün-Rot, noch von der Diskreditierung von Schüler*innenprotesten lassen wir uns einschüchtern. Kürzungen in Bildung und Jugendarbeit passieren weiter. Annäherungen an eine Wehrpflicht werden nicht mehr öffentlich diskutiert, sondern hinter geschlossenen Türen. Das geht nicht an uns vorbei. Als Verband mobilisieren wir zu Demos, organisieren selbst und machen auf unseren Kanälen sichtbar, was andere lieber im Stillen beschließen würden.</p></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aufbruch in Berlin</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Berlin gibt es viel neue Energie.<br>
Viele Menschen wollen große Veränderungen.<br>
Die Wahlen zeigen diesen Wunsch.<br>
Wir wollen die Stadt für alle gestalten.<br>
Das geht nur, wenn wir aktiv werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unsere Haltung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir warten nicht ab.<br>
Wir handeln mit viel Kraft.<br>
Wir verbinden neue politische Mehrheiten mit unserer Arbeit.<br>
Berlin soll allen gehören.<br>
Das gilt für alle Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Straße und Parlament</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele Menschen vertrauen der Politik nicht mehr.<br>
Wir setzen auf Proteste auf der Straße.<br>
Die Grüne Jugend verbindet Straße und Parlament.<br>
Die Straße kontrolliert die Regierung.<br>
Parlamentarische Arbeit soll soziale Bewegungen unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir unterstützen laute und freie Proteste.<br>
Wir unterstützen Streiks.<br>
Wir geben jungen Menschen eine Stimme.<br>
Wir fordern Verantwortung von den Mächtigen in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Proteste in Europa</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele junge Menschen protestieren in Europa.<br>
Sie wehren sich gegen schlechte Bedingungen.<br>
Diese Proteste sind Teil einer großen Bewegung.<br>
Sie fragen, wem die Stadt und die Zukunft gehören.<br>
Berlin soll diese Bewegung stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Grüne Jugend will diese Energie nutzen.<br>
Wir wollen mehr als nur Zeichen setzen.<br>
Wir wollen echte Veränderungen erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unsere Inhalte</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir haben viel über die Zukunft gesprochen.<br>
Wir fassen unsere Ideen in einem Beschluss zusammen.<br>
Wir wollen aus Worten Taten machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wohnen und Pflege</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wohnen ist kein Geschäft.<br>
Pflege ist wichtig und politisch.<br>
Das Volksbegehren Deutsche Wohnen und Co enteignen ist wichtig.<br>
Es soll umgesetzt werden.<br>
Das fordern wir für die nächste Regierung in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mieter und Arbeiter kämpfen zusammen.<br>
Sie haben die gleiche Frage: Wer hat mehr Geld und Macht?<br>
Wir wollen nicht, dass sie gegeneinander kämpfen.<br>
Wir wollen lernen, wie wir das erklären können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Kämpfe an der Charité</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Pfleger und Pflegerinnen an der Charité haben mehr Arbeit bekommen.<br>
Sie haben weniger Hilfe bekommen.<br>
Sie haben wenig Personal.<br>
Sie leiden unter Hitze durch den Klimawandel.<br>
Sie machen viel Arbeit zu Hause für die Familie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sie bekommen keine guten Arbeitszeiten.<br>
Sie bekommen zu wenig Geld.<br>
Sie wollen keine Applaus auf dem Balkon.<br>
Sie wollen bessere Ausbildung und mehr Geld.<br>
Hohe Mieten machen ihr Leben schwerer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen, dass Wohnungen allen gehören.<br>
Das hilft den Pflegern und Pflegerinnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mobilität für alle</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Grüne Partei will gute Verkehrspolitik machen.<br>
Sie will nicht nur alte Fehler der CDU ausgleichen.<br>
Sie will, dass alle Menschen gut fahren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das 9-Euro-Ticket hilft Menschen mit wenig Geld.<br>
Die Grüne Jugend Berlin hat das Ticket ins Wahlprogramm gebracht.<br>
Fridays for Future wollen auch eine grüne Verkehrswende.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Grünen Jugend und Fridays for Future sollen besser zusammenarbeiten.<br>
Sie sollen sich öfter treffen und reden.<br>
Für Demos braucht es klare Regeln in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Demokratie schützen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Bündnis ,Widersetzen&amp;#039; bringt viele Menschen zusammen.<br>
Sie haben eine gemeinsame Meinung gegen Feinde der Demokratie.<br>
Ein Verbot der AfD ist wichtig.<br>
Berlin soll das prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen weiter zusammenarbeiten.<br>
Wir wollen viele Menschen gegen Rechts sammeln.<br>
Wir wollen auf der Straße protestieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Politik im Internet</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Internet bestimmen wenige, was wir sehen.<br>
Es gibt viele falsche und gefühlsvolle Bilder und Texte.<br>
Wir lassen uns nicht einschüchtern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Man versteckt AfD-Mehrheiten in Parlamenten.<br>
Man macht schlechte Werbung gegen Rot-Grün-Rot.<br>
Man macht Schülerproteste schlecht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es gibt weniger Geld für Bildung und Jugendarbeit.<br>
Man spricht heimlich über eine Wehrpflicht.<br>
Wir finden das nicht gut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir machen Demos und zeigen, was andere verstecken wollen.<br>
Wir wollen, dass alle das wissen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 24 Oct 2026 09:45:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7: Charité statt SPARité - Keine Kürzungen auf dem Rücken der Beschäftigten</title>
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                        <author>Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin (dort beschlossen am: 24.10.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Januar 2022 trat an der Charité der lang erkämpfte Entlastungstarifvertrag in Kraft. Dieser Tarifvertrag, welchen die Beschäftigten durch massiven Druck und Streiks erkämpften, wurde für Kliniken in ganz Deutschland zum Vorbild, um Beschäftigte im Gesundheitssystem spürbar zu entlasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Kein Rollback bei den Arbeitsbedingungen in der Pflege!</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Tarifvertrag legte erstmals verbindliche Mindestanforderungen für die Besetzung von Pflegepersonal auf den Stationen fest. Außerdem wurde damit ein System geschaffen, welches Pflegepersonal kompensiert, wenn diese Mindestanforderungen nicht eingehalten werden. Wenn Beschäftigte beispielsweise aufgrund von Personalmangel in besonders belastenden Schichten arbeiten, erhalten sie durch den Tarifvertrag sogenannte Charité Entlastungspunkte (CHEPs), die sie gegen Freizeit, Geld oder andere Dinge eintauschen können. Pflegekräfte werden damit nicht nur für Überbelastung kompensiert, sondern der Tarifvertrag schafft finanzielle Anreize für die Klinik, Personalmangel und schlechte Arbeitsbedingungen zu vermeiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Ausbildungsbedingungen an der Charité wurden durch den Tarifvertrag verbessert. Es wurden unter anderem drei neue Ausbildungsstationen und eine neue Lern-Intensivstation geschaffen. Außerdem wurde das Betreuungsverhältnis von Praxisanleitungen zu Auszubildenden verbessert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich sicherte der Tarifvertrag auch eine psychosoziale Betreuung auf allen Intensivstationen, damit auch die Pflegenden eine Anlaufstelle für schnelle Beratung und Hilfe haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klar ist, der Tarifvertrag war ein erster, notwendiger Schritt, um Beschäftigte im Gesundheitswesen spürbar zu entlasten, die Gesundheitsversorgung und Betreuung der Patient*innen sicherer zu gestalten und die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen zu verbessern. Doch genau das ist gerade akut durch die Reform der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Reform) der Bundesregierung bedroht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Merz und Co. kürzen die Pflege zusammen</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Juli verabschiedete die Bundesregierung die GKV-Reform, mit dem Ziel, Kosten einzusparen und die Beiträge zu stabilisieren. Die Folgen und Kosten davon tragen aber vor allem die Patient*innen, sowie die Beschäftigten selbst. Diese Reform hat auch zur Folge, dass die Charité vom Sonderkündigungsrecht im Tarifvertrag Gebrauch macht. Bereits im April kündigte die Klinik den Tarifvertrag zum Jahresende, da sich die Rahmenbedingungen für die Pflegefinanzierung mit der Reform ändern würden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch für die Beschäftigten ist die Sparpolitik der Bundesregierung weit mehr als ein paar Zahlen. Sie bedeutet im Zweifel Unterversorgung der Patient*innen, Dauerbelastungssituationen für das Pflegepersonal, schlechtere Ausbildungsbedingungen, eine erhöhte körperliche und psychische Belastung der Pflegenden und dass Patient*innen schlechter versorgt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Solidarität mit den Streikenden</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anfang September sind die Beschäftigten der Charité für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Tarifvertrages erstmals in den Warnstreik gegangen. Seitdem haben sie mehrfach die Arbeit niedergelegt, und sie werden auch weiterhin nicht lockerlassen. Die Beschäftigten haben schon einmal gezeigt, dass sie sich gemeinsam gegen die Arbeitgeberseite durchsetzen können: Den Entlastungstarifvertrag haben sie 2021 in einem wochenlangen Streik erkämpft. Sie haben ihn nicht geschenkt bekommen und werden ihn sich nicht wieder nehmen lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei streiken sie nicht nur für sich selbst. Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege sind die Voraussetzung für eine gute Versorgung. Wer Pflegekräfte dauerhaft überlastet, gefährdet am Ende Patient*innen. Der Streik ist deshalb auch ein Einsatz für ein Gesundheitssystem, in dem Menschen sicher versorgt werden und Pflegekräfte ihren Beruf gesund ausüben können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Als Grüne Jugend Berlin werden wir die Streikenden unterstützen: vor Ort am Streikposten, bei Ansprachewochen in der Charité oder dadurch, dass wir ihre </strong><strong>Forderungen in die Grüne Partei tragen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Keine Einschränkungen beim Streikrecht</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Recht zu streiken ist durch die Koalitionsfreiheit in Artikel 9 des Grundgesetzes geschützt und damit ein besonders wichtiges Grundrecht. Allerdings können es gerade Studierende der Pflege und Hebammenwissenschaft an der Charité nicht oder nur unter Inkaufnahme von drastischen Konsequenzen wahrnehmen. Streiktage werden aktuell nämlich als Fehlzeiten gewertet. Im schlimmsten Fall mit der Folge, nicht zur Prüfung zugelassen zu werden. Wer sein Grundrecht auf Streik wahrnimmt, darf dafür nicht mit dem Abschluss bezahlen. Wir fordern die Charité, die Hochschulen und den Senat auf, Streiktage ausdrücklich nicht als Fehlzeiten anzurechnen und klarzustellen, dass die Teilnahme an Streiks keine Nachteile für Prüfungszulassung und Abschluss hat. Andere Bundesländer haben längst klargestellt, dass die Teilnahme an Streiks, die auch die Ausbildungsbedingungen betreffen, nicht als Fehlzeit gewertet wird. Berlin muss diesem Beispiel folgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für uns als GRÜNE JUGEND Berlin ist klar: wir wollen ein gerechtes Gesundheitssystem und dazu gehören immer gerechte und faire Arbeitsbedingungen </strong><strong>für die Beschäftigten. Deswegen stellen wir uns hinter die Forderungen der </strong><strong>Beschäftigten, der Gewerkschaft </strong><strong>ver.di</strong><strong> und der Krankenhausbewegung.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Den Erhalt und die Weiterentwicklung des Entlastungstarifvertrags</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Verantwortung des Landes Berlin:</strong> Als Eigentümer der Charité muss der Senat sich aktiv für die Beschäftigten einsetzen und darf sich nicht auf die Bundespolitikberufen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Gute Ausbildung sichern:</strong> Ausbildungsstationen, Lern-Intensivstation und die verbesserte Praxisanleitung müssen erhalten bleiben. Auszubildende und Studierende dürfen nicht als Ersatz für fehlendes Personal eingesetzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Keine Nachteile für Streikende in Ausbildung und Studium:</strong> Streiktage dürfen nicht als Fehlzeiten zählen und die Zulassung zu Prüfungen nicht gefährden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Notdienstvereinbarungen auf Augenhöhe.</strong> Die Patientenversorgung muss gesichert sein, aber ohne dass das Streikrecht durch überzogene Besetzungsvorgaben faktisch ausgehöhlt wird.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Eine klare Haltung der Grünen:</strong> Die Grünen in Berlin und im Bund müssen sich hinter die Forderungen der Beschäftigten stellen und sich für ihre Umsetzung einsetzen.</li></ul></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 24 Oct 2026 08:52:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6: GRÜNE JUGEND strategisch in grünen Strukturen stärken - Votum für den Berliner Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</title>
                        <link>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/GRUNE-JUGEND-strategisch-in-grunen-Strukturen-starken-Votum-fur-den-63141</link>
                        <author>Landesvorstand Grüne Jugend Berlin (dort beschlossen am: 23.10.2026)</author>
                        <guid>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/GRUNE-JUGEND-strategisch-in-grunen-Strukturen-starken-Votum-fur-den-63141</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Wahl in Berlin hat gezeigt, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gerade bei jungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Menschen aktuell besonders wenig Zuspruch finden. Das liegt auch daran, dass in den</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Entscheidungen der letzten Jahre und auch bei der Erarbeitung der Wahlkampagne</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Stimmen aus der GRÜNEN JUGEND Berlin viel zu wenig mit einbezogen wurden. Jetzt geht</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>es darum, die Partei langfristig auf eine grundsätzlich andere politische Praxis auszurichten,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>eine politische Praxis, die die Sorgen junger Menschen ernst nimmt und Menschen gezielt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>anhand ihrer materiellen Bedürfnisse organisiert. Deswegen wollen wir uns auch in grünen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Strukturen dort einbringen, wo es strategisch sinnvoll ist und wo wir wichtige Erfolge erzielen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus diesem Grund wollen wir ein Votum für den Landesvorstand der Grünen Berlin vor der</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landesdelegiertenkonferenz vergeben. Dadurch, dass das letzte Votum für den Grünen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landesvorstand ein offener Platz war, ist dieses Votum ein FLINTA*</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>-Platz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn unsere Votenträger*in Teil des nächsten Landesvorstands von BÜNDNIS 90/DIE</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>GRÜNEN ist, soll sie Anliegen der GRÜNEN JUGEND im Landesvorstand und anderen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gremien, denen sie angehört, konsequent einbringen. Sie soll sich strategisch mit jungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Abgeordneten in der Fraktion, anderen jungen Amts- und Mandatsträger*innen und dem</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND austauschen. Außerdem soll sie gezielt Anliegen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>von Bündnispartner*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in die grüne Partei und</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ihre Fraktion, beispielsweise in den Koalitionsverhandlungen, einbringen. Unsere</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Votenträger*in ist wie andere Votenträger*innen der GRÜNEN JUGEND an deren</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beschlusslage gebunden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bereits in der Vergangenheit haben wir als GRÜNE JUGEND Berlin gute Erfahrungen mit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>der Vergabe eines Votums für den Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>gemacht. Ehemalige Votenträger*innen haben zur Vernetzung und produktiven</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusammenarbeit zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Berlin und der GRÜNEN JUGEND</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berlin beigetragen und haben die Arbeit des Landesvorstandes von BÜNDNIS 9/DIE</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>GRÜNEN Berlin durch die Einbringung der Perspektive junger linker Menschen positiv</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>beeinflusst.</p></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Wahl in Berlin hat ein Ergebnis gezeigt.<br>
Viele junge Menschen wählen die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nicht.<br>
Das hat mehrere Gründe.<br>
Ein Grund ist: Die Partei hat in letzter Zeit selten auf die Meinung der GRÜNEN JUGEND gehört.<br>
Auch im Wahlkampf gab es wenig Austausch mit jungen Menschen aus der Partei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jetzt möchten wir, dass sich die Partei verändert.<br>
Die Partei soll sich mehr um die Sorgen von jungen Menschen kümmern.<br>
Die Partei soll mehr auf die Bedürfnisse von verschiedenen Menschen achten.<br>
Dafür wollen wir an wichtigen Stellen in der Partei mitarbeiten.<br>
Wir wollen dort mitmachen, wo wir viel bewegen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deshalb wollen wir einen Vorschlag machen.<br>
Wir möchten jemanden für den Landesvorstand der Grünen Berlin vorschlagen.<br>
Das ist ein Team, das die Partei in Berlin leitet.<br>
Es gibt einen Platz, der für FLINTA*-Personen ist.<br>
FLINTA* heißt: Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn unsere vorgeschlagene Person gewählt wird, hat sie Aufgaben.<br>
Sie vertritt die Interessen der GRÜNEN JUGEND.<br>
Sie macht das im Landesvorstand und in anderen Gruppen, in denen sie arbeitet.<br>
Sie spricht mit jungen Abgeordneten und anderen Menschen im Vorstand der GRÜNEN JUGEND.<br>
Sie bringt die Meinungen von anderen Gruppen in die Partei und in wichtige Verhandlungen mit ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unsere vorgeschlagene Person muss das machen, was die GRÜNE JUGEND gemeinsam beschlossen hat.<br>
Das war früher auch schon so.<br>
Wir als GRÜNE JUGEND Berlin haben gute Erfahrungen damit gemacht.<br>
Unsere früheren Vorschläge haben die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gruppen verbessert.<br>
Sie haben dafür gesorgt, dass die Sicht von jungen, linken Menschen mehr beachtet wurde.<br>
Das war gut für die Arbeit im Landesvorstand.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 24 Oct 2026 08:11:20 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5: Gemeinsam kämpfen – Arbeitsprogramm der GRÜNEN JUGEND Berlin 2026/27</title>
                        <link>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/gemeinsam-kampfen-arbeitsprogramm-der-grunen-jugend-berlin-2026-27-60203</link>
                        <author>Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin (dort beschlossen am: 23.10.2026)</author>
                        <guid>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/gemeinsam-kampfen-arbeitsprogramm-der-grunen-jugend-berlin-2026-27-60203</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter dem Motto “Klima und Krawall” haben wir im letzten Verbandsjahr für linke Mehrheiten und den Einzug von unseren Votenträger*innen Klara, Elina und Bogusz ins Abgeordnetenhaus gekämpft. Jetzt sitzen alle drei im Parlament und mit Rot-Grün-Rot wird eine Regierung verhandelt, die Hoffnung gibt auf ein Berlin für alle. Aber, wir sind noch lange nicht fertig und unser Kampf für ein gerechtes, solidarisches Berlin geht im nächsten Verbandsjahr erst so richtig los.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn Rot-Grün-Rot erreicht das gute Leben für Alle nicht von alleine. Wir müssen mehr denn je Druck auf der Straße machen, damit eine linke Regierung dieses gute Leben für Alle schafft. Dieser Druck kommt nicht aus dem Nichts, für diesen Druck müssen wir Menschen organisieren, die mit uns gemeinsam kämpfen. Und wir müssen diesen Druck ins Parlament tragen – gemeinsam kämpfen wir dafür mit unseren Votenträger*innen Klara, Elina, Bogusz und Jakob, unserem GRÜNE JUGEND-Direktkandidaten aus Charlottenburg-Wilmersdorf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im nächsten Jahr setzen wir in der Arbeit als GRÜNE JUGEND Berlin deshalb <strong>vier Schwerpunkte</strong>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>1. Nach der Wahl heißt auf die Straße: Bündnisarbeit</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im nächsten Jahr werden wir gemeinsam kämpfen, um mehr Druck auf der Straße zu erzeugen. Denn linke Mehrheiten im Parlament alleine reichen nicht aus. Es braucht auch eine organisierte, linke Zivilgesellschaft, die Druck auf den Senat ausübt, damit der konsequent gerechte Politik für alle Berliner*innen vorantreibt. Deshalb liegt unser Fokus auf Bündnisarbeit mit der Zivilgesellschaft. Dafür sind wir bei Demos präsent auf der Straße, vernetzen uns stärker mit Bündnissen, die unsere Anliegen teilen, und tragen diese Anliegen gemeinsam mit unseren Votenträger*innen in Parlament und grüne Partei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>2. Skills für die Kreisverbände</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch das können wir nur gemeinsam erreichen. Deshalb müssen wir Menschen bei uns vor Ort organisieren, die mit uns gemeinsam kämpfen. Um neue Mitglieder zu gewinnen und gut einzubinden, braucht es Kreisverbände, die das nötige Wissen und die richtigen Fähigkeiten haben. Deswegen legen wir einen Fokus auf das Skillsharing und die Ausbildung in den Kreisverbänden: etwa zu Neumitgliedereinbindung, offener Verbandskultur, feministischer Verbandsstrategie, guter Bildungsarbeit und lokaler Bündnisarbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>3. Antirassistische Arbeit</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch wir erkämpfen das gute Leben nicht nur <em>für</em> alle Menschen, wir müssen es auch <em>mit</em> allen Menschen gemeinsam erkämpfen. Diesem Anspruch werden wir als GRÜNE JUGEND Berlin aktuell nicht gerecht. Besonders migrantisierte Menschen sind in unserem Verband unterrepräsentiert. Deshalb bilden wir die Kreisverbände weiter darin aus, migrantisierte Mitglieder besser anzusprechen. Wir fördern migrantisierte Mitglieder gezielt. Und wir setzen die Themen der Lebensrealitäten migrantisierter Menschen auf die Agenda.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>4. Wir stellen die Klassenfrage: von Arbeitskämpfen bis zur Klimakrise</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Probleme der Menschen in Berlin sind kein Zufall, sie haben System. Deshalb müssen wir für grundsätzliche Veränderung kämpfen. Darum ist klar: Wir stellen die Klassenfrage. Die Klassenfrage steht im Zentrum unserer Bildungsarbeit genauso wie unserer politischen Forderungen. Wenn wenige Unternehmen das Klima zerstören und die Ärmsten unter den Hitzewellen leiden, dann ist eindeutig: Die Klimakrise ist eine Klassenfrage. Mit diesem Zusammenhang werden wir uns beschäftigen. Aber gleichzeitig kämpfen Arbeiter*innen in Berlin immer wieder gegen ihre Ausbeutung: ob bei der BVG oder in den Krankenhäusern. Wir werden uns damit beschäftigen, wie Arbeitskämpfe die Klassenfrage stellen, theoretisch und ganz praktisch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>I. Politische Praxis und Theorie zusammen</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Unsere Stärke: die Mitglieder vor Ort – eine offene Verbandskultur</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Kampagne hat gezeigt: Um in Berlin für Veränderung zu kämpfen, brauchen wir vor allem eins, aktive Mitglieder vor Ort in den Kreisverbänden. Deswegen werden wir im nächsten Jahr daran arbeiten, dass mehr Interessierte zu uns kommen, sich entscheiden bei uns bleiben und mehr Mitglieder in den Kreisverbänden aktiv bleiben. Zentraler Hebel dafür ist eine offene Verbandskultur, die jedes Mitglied willkommen heißt. Deswegen werden wir systematisch alle Kreisvorstände mit <strong>Workshops in Mitgliedergewinnung, Neumitgliederarbeit und Verbandsöffnung</strong> ausbilden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine offene Verbandskultur entsteht vor allem, wenn die <strong>GRÜNE JUGEND ein attraktiver sozialer Ort</strong> ist. Dazu müssen wir ein „Dritter Ort” sein, der über die reine politische Arbeit hinausgeht und für alle jungen Menschen zugänglich ist. Gemeinsam als Kreisverband kochen, ins Kino gehen oder picknicken, sind für nachhaltiges politisches Engagement wichtiger als eine formale Kreismitgliederversammlung. Aus freundschaftlichen Banden erwächst die Kraft, gemeinsam für Inhalte zu kämpfen. Deswegen bekommt Socializing einen zentralen Stellenwert in unserer Arbeit. Auf Landesebene werden wir <strong>Socializing in alle Veranstaltungen integrieren</strong>. Die <strong>Kreisverbände unterstützen wir, attraktives Socializing anzubieten</strong>, die gut geplant und für alle Altersgruppen und Hintergründe zugänglich sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unsere Verbandskultur</strong> ist ein entscheidender Teil der GRÜNEN JUGEND und entscheidet oft, ob Menschen sich in unserem Verband wohl fühlen und politisch einbringen können und wollen. Doch noch zu häufig herrscht eine Verbandskultur vor, die Mitglieder davon abhält, dies zu tun. Eine solche Verbandskultur zeigt sich in vielen Situationen – von toxisch cis-männlichen Verhalten über fehlendem Austausch von Kritik bis hin zu einer akademisch geprägten Gesprächskultur, die ausschließt. Gleichzeitig zeigen sich diese Probleme auf allen Ebenen: vom Aktiventreffen des Kreisverbandes bis zu Veranstaltungen auf Landesebene. All diese Probleme in der Verbandskultur hängen für uns zusammen. Deswegen müssen die Lösungen – egal ob die Einbindung von Neumitgliedern, unsere feministische Verbandskultur oder eine antirassistische Verbandsstrategie – zusammengedacht werden. Daher werden wir uns im nächsten Verbandsjahr damit beschäftigen, wie eine gute Verbandskultur aussehen kann und uns selber sowie andere Verantwortungsträger*innen dafür sensibilisieren.an allen Ecken und auf allen Ebenen. Denn eine gute Verbandskultur, die jede einzelne Person aktiv dazu einlädt, sich einzubringen und so politische Wirksamkeit zu erfahren, ist Voraussetzung, gemeinsam als Landesverband für unsere Visionen zu kämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erste Anlaufstelle für Interessierte sind die Kreisverbände und ihre Treffen. Regelmäßige Neuen- und Interessiertentreffen finden deshalb in erster Linie dort statt. Um Neumitgliedern die Einbringungsmöglichkeiten im Landesverband zu zeigen und mehr über ihre Interessen zu erfahren, organisieren wir außerdem auf Landesebene<strong> zwei Treffen für alle Neumitglieder</strong>, die im letzten halben Jahr eingetreten sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sofern uns dafür die notwendigen finanziellen Mittel und zeitlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen, werden wir außerdem ein <strong>Neumitglieder-Camp</strong> organisieren, um diese langfristig an den Verband zu binden und sie in die Themen und politische Praxis des Verbandes einzuführen. Wir werden außerdem Konzepte entwickeln, wie wir Neumitglieder bei Veranstaltungen auf Landesebene besser einbinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Des Weiteren werden wir uns auch damit befassen, wie die GRÜNE JUGEND auch langjährigen Mitgliedern langfristig einen Ort politischer Wirksamkeit bieten kann und wie wir ihr Wissen und ihre Erfahrung besser einbinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Kreisverbände stärken</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere politische Arbeit findet vor allem in den Kreisverbänden statt. Gute politische Arbeit als GRÜNE JUGEND braucht deshalb gut ausgebildete Kreisverbände, die das nötige Wissen und Werkzeuge für ihre Arbeit haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im nächsten Jahr werden wir deshalb zwei <strong>Kreisvorstände-Landesvorstands-Treffen</strong> (KV-LaVo-Treffen) veranstalten. Dort gibt es Fortbildungsmöglichkeiten für die Kreisvorstände und Raum für Vernetzung und Skillsharing.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Ort für die Fortbildung der Kreisvorstände sind die vom Landesvorstand organisierten <strong>Kreisvorstands-Klausuren</strong>. Diese sollen regelmäßiger stattfinden. Durch ein Baustein-Modell werden wir außerdem die Möglichkeit schaffen, die Klausuren besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kreisverbände anzupassen. Für einen direkten und verlässlichen Kontakt zum Landesvorstand werden wir die Betreuung der Kreisverbände durch einzelne Landesvorstandsmitglieder fortführen und dabei neue Angebote für den Kontakt schaffen. Die Orga-Treffen als regelmäßiger kurzer Draht zwischen Kreisvorständen und Landesvorstand führen wir fort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das notwendige Wissen für die Arbeit im Kreisvorstand und Best Practices werden wir in einem <strong>Kreisverbands-Handbuch</strong> zusammenführen und den Kreisverbänden für ihre Arbeit zur Verfügung stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als weiteren Ort für Ausbildung und Austausch werden wir ein <strong>Camp für Verantwortungsträger*innen</strong> und solche, die es werden wollen, veranstalten. Neben den praktischen Skills für die Arbeit im Verband werden wir dort insbesondere unsere Strategie als Landesverband diskutieren. Im Zentrum soll dabei unsere Strategie stehen, grundsätzliche Veränderungen des gesellschaftlichen Systems zu erreichen. Wir werden gemeinsam die Frage diskutieren, wie wir als GRÜNE JUGEND konkrete politische Reformen und langfristige politische Utopien vereinen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Stabile Bildungsarbeit</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildungsarbeit ist zentral, damit wir erklären können, woher die Ungerechtigkeiten stammen und vor allem, wie unsere Strategie aussieht, diese Ungerechtigkeiten zu beenden. Deswegen setzen wir auch im nächsten Jahr einen Fokus auf starke Bildungsarbeit im Verband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundlage unserer Bildungsarbeit ist eine materialistische Analyse. Ausgehend davon stehen im nächsten Jahr besonders zwei Themen im Zentrum der Bildungsarbeit. Wir werden uns mit <strong>Arbeitskämpfen</strong> beschäftigen und damit, wie <strong>Klassenfrage und Klimakrise</strong> zusammenhängen. Zu diesen Schwerpunktthemen werden wir mindestens <strong>eine Reihe von Wanderworkshops</strong> für die Kreisverbände anbieten. Damit wollen wir besonders personell schwächer aufgestellte Kreisverbände entlasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Theorie und politische Praxis gehören zusammen. Deshalb werden wir unsere Bildungsarbeit und politische Praxis stärker verknüpfen. Wir werden zu wichtigen Terminen im politischen Kalender <strong>Aktionswochen</strong> anbieten. Dabei verbinden wir Demo-Besuche oder andere gemeinsame politische Aktionen mit Bildungsangeboten zu dem Thema und arbeiten dazu auch auf Social Media.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zuletzt findet der Großteil der Bildungsarbeit jedoch jede Woche in den Treffen der Kreisverbände statt. Deshalb werden wir die Kreisverbände darin unterstützen, gute Bildungsarbeit anzubieten. Wir werden die Kreisvorstände dafür in <strong>den notwendigen Skills für Bildungsarbeit</strong> und zu unserer politischen Analyse als Grundlage von Bildungsarbeit ausbilden. Wir binden das Bildungsteam in die Organisation des Camps für Verantwortungsträger*innen und Neumitglieder-Camp ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Bildungsarbeit muss für alle da sein. Deshalb werden wir unsere <strong>Bildungsarbeit niedrigschwellig gestalten</strong> – mit vielfältigen Methoden, einfachen Erklärungen und praxisnahen Beispielen. Bildungsarbeit ist zentral für unsere Arbeit als Landesverband und endet deshalb nicht beim Bildungsteam. Das Bildungsteam und der Landesvorstand werden daher mit dem FLINTA*- &amp; genderpolitischen Team sowie vielfaltspolitischen Team zusammenarbeiten, um gute Bildungsarbeit zu den Themen der Teams anzubieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Politische Praxis vor Ort</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber unsere politische Arbeit darf nicht an der Tür der Kreisgeschäftsstelle aufhören. Wir müssen mit unserer Aktion raus auf die Straßen in den Kiezen. Schon im letzten Jahr haben unsere Kreisverbände gezeigt, wie wirksam ihre Aktionen vor Ort waren: Egal ob der Kreisverband Ost, die mit der Kulturkarre einen Rave am Marzahner Stadtrand gebracht haben, oder der Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg, die zusammen mit lokalen Bündnissen eine Demo gegen den Hochhaus-Wahnsinn im Gleisdreieckpark organisiert haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im nächsten Jahr wollen wir alle Kreisverbände unterstützen, <strong>eine Aktion in ihrem Bezirk umzusetzen</strong>. Diese Aktionen sind vor allem eine Gelegenheit, als Mitglieder Erfahrungen zu sammeln und neue Skills für politische Arbeit zu lernen. Denn kein Workshop kann ersetzen, was man in der praktischen Planung eines Projekts lernt. Deshalb gilt: jede kleine Aktion ist ein Erfolg. Wir werden die Kreisverbände unterstützen, Projekte zu finden, die zu ihren Interessen und Kapazitäten passen. Dabei wollen wir insbesondere das Wissen der Votenträger*innen in den Bezirksverordnetenversammlungen nutzen und Kreisverbände dazu ermuntern, zu kooperieren und so ihre Kräfte zu bündeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>II. Zwischen Straße und Parlament</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Starke Bündnisse</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist Druck von der Straße der entscheidende Hebel für gesellschaftliche Veränderung. Als GRÜNE JUGEND sehen wir unsere Rolle darin, den Druck von der Straße gezielt in Parlament und Partei zu tragen. Deswegen werden wir unsere Bündnisarbeit im nächsten Jahr verstärken. Wir wollen bei Demos präsenter sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Bündnisarbeit setzen wir auf gute und enge Zusammenarbeit mit zentralen Bündnispartner*innen. Unsere Zusammenarbeit mit <strong>widersetzen und der Klimabewegung </strong>setzen wir fort. Daneben wollen wir insbesondere unsere <strong>Bündnisarbeit im Bereich Arbeitskämpfe</strong> und im Bereich der Mieter*innenbewegung verstärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zuständigkeit für Bündnisarbeit werden wir stärker im gesamten Landesvorstand aufteilen. Wo es sinnvoll ist, wollen wir wieder Mitglieder außerhalb des Landesvorstandes langfristig und verbindlich in die Bündnisarbeit einbinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden die <strong>Kreisverbände und Votenträger*innen in den Bezirksparlamenten darin unterstützen</strong>, vor Ort in den Bezirken gute Bündnisse zu lokalpolitischen Themen zu knüpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Druck in die Partei tragen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Druck von der Straße und aus den Bündnissen in die Partei und ihre Fraktion tragen. Es geht uns dabei aber nicht darum, bloß die politischen Inhalte der grünen Partei zu verändern, wir fordern eine <strong>grundsätzlich andere politische Praxis der Partei </strong>ein – eine politische Praxis, die die Sorgen junger Menschen ernst nimmt und Menschen gezielt anhand ihrer materiellen Bedürfnisse organisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Parteiarbeit ist kein Selbstzweck</strong>. Wir bringen uns dort ein, wo es strategisch sinnvoll ist, aber setzen dort klar eigene Prioritäten, wo es notwendig ist. Wir sind ein Verband, der sich als Teil außerparlamentarischer Bündnisse versteht und gleichzeitig politische Jugendorganisation ist. Deswegen tragen wir gezielt Anliegen von Bündnispartner*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in die grüne Partei und ihre Fraktion, beispielsweise in den Koalitionsverhandlungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlust bei der letzten Berlin-Wahl, insbesondere bei jungen Menschen, hat gezeigt, dass es eine grundsätzlich andere, linke politische Praxis braucht, damit die grüne Partei langfristig wieder erfolgreich ist. Dafür werden wir uns in den Analyseprozessen der Partei zur Wahl einsetzen. Wir werden junge Menschen unterstützen, in Ämtern in der grünen Partei genau diese neue linke politische Praxis umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden <strong>Verbandsdebatten</strong> führen, wie eine eine nachhaltige, linke Parteiarbeit auf allen Ebenen aussieht, die eine grundsätzlich andere politische Praxis der Partei erreicht. Dazu werden wir auch die Wissensweitergabe an Kreisverbände verstärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden unsere Rolle als Jugendorganisation einer Regierungspartei nutzen, um – besonders gemeinsam mit den Jugendorganisationen der anderen Regierungsparteien – gezielt und gemeinsam den Druck der Straße in die rot-grün-rote Regierung und ihre Parteien zu tragen. Auch im kommenden Verbandsjahr werden wir den regelmäßigen <strong>Austausch</strong> mit grünen Landesvorstand, der Fraktion und weiteren uns nahestehenden Amts- und Mandatsträger*innen suchen, um unsere Anliegen und die unserer Bündnispartner*innen in die Partei zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Unsere Votenträger*innen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Klara, Elina und Bogusz konnten wir drei Votenträger*innen ins Abgeordnetenhaus bringen und auch Jakob ist als GRÜNE JUGEND-Abgeordneter direkt eingezogen. Die Kreisverbände konnten noch viele weitere Votenträger*innen in die Bezirksverordnetenversammlungen bringen. Unsere Votenträger*innen sind zentral, um mit uns den Druck der Straße in die Parlamente und Partei zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu arbeiten wir eng mit ihnen zusammen. Wir schaffen als Landesvorstand einen <strong>regelmäßigen Austausch mit unseren Votenträger*innen</strong> im Abgeordnetenhaus und in Parteiämtern auf Landesebene. Im Fokus des Austausches steht neben aktuellen Entwicklungen besonders eine langfristige gemeinsame Strategie. Wir arbeiten außerdem daran, die Votenträger*innen langfristig an die GRÜNE JUGEND zu binden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Votenträger*innen auf Landesebene wirken in den Verband hinein, um zu zeigen, wie unsere politische Strategie, den Druck der Straße ins Parlament zu tragen, aussieht. Dafür informieren sie nicht nur den Landesvorstand, sondern die gesamte Mitgliedschaft regelmäßig über ihre Arbeit und wie sie die politische Strategie der GRÜNEN JUGEND umsetzen. Dazu sind sie u.a. regelmäßig auf Veranstaltungen des Landesverbandes vor Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir gründen eine <strong>BVV-Vernetzung</strong> der Votenträger*innen in den Bezirksverordnetenversammlungen. Dort wollen wir uns regelmäßig zur gemeinsamen politischen Strategie als GRÜNE JUGEND, der Bündnisarbeit vor Ort und der praktischen Arbeit im Bezirksparlament austauschen. Wir wollen eine langfristige Bindung der Votenträger*innen an die GRÜNE JUGEND und ihre Kreisverbände sicherstellen und eine regelmäßige Präsenz und Austausch mit den Kreisverbänden erreichen. Unsere Vernetzung zur kommunalpolitischen Arbeit orientiert sich an der Kommunalstrategie des Bundesverbandes (<a href="https://gruene-jugend.de/wp-content/uploads/sites/25/2025/07/A-1_Kommunalwahlen_sind_Kampagnenzeiten_Mit_gemeinsamer_Strategie_fuer_linke_Kommunen_kaempfen_.pdf"><span class="underline">beschlossen vom ersten Länderrat 2025</span></a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bis zur ersten Landesmitgliederversammlung wird der Landesvorstand in enger Kooperation mit den Votenträger*innen eine darauf aufbauende <strong>Kommunalstrategie für die GRÜNE JUGEND Berlin</strong> entwickeln und dort zur Abstimmung stellen. Diese soll Antworten darauf liefern, wie wir und unsere Votenträger*innen mit unserer politischen Praxis den materiellen Bedürfnissen der Menschen vor Ort begegnen können. Und wie wir die Brücke zwischen der Straße vor Ort und dem Lokalparlament sein können. Ziel der Strategie soll es sein, linke Kommunalpolitik nicht als individuellen Arbeitsauftrag der Votenträger*innen zu verstehen, sondern eine gemeinsame linke kommunale Praxis zu etablieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Social Media</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Social Media ist unser wichtigstes Sprachrohr, um unsere linken Positionen und Verbandsanalysen als GRÜNE JUGEND in die Öffentlichkeit zu tragen und unsere Zielgruppe zu erreichen. Wir verbessern deshalb unsere internen Social Media-Strukturen. Wir betten Social Media stärker in unsere strategischen und inhaltlichen Prozesse ein. So <strong>verzahnen wir Social Media mit unserer Bildungsarbeit</strong> und tragen deren Ergebnisse nach außen. Außerdem nutzen wir Social Media, um strategisch Druck auf die Grüne Partei auszuüben. Wir wollen unsere Reichweite als Landesverband auch verstärkt dafür nutzen, die politische Arbeit unserer Kreisverbände stärker nach außen zu tragen und anlassbezogen stärker zusammenzuarbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen im kommenden Verbandsjahr unsere Social-Media Arbeit ebenenübergreifend professionalisieren. Dafür wollen wir <strong>Fortbildungsangebote</strong> für die Kreisverbände, unsere Votenträger*innen in den Bezirksverordnetenversammlungen und den Landesvorstand anbieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Pressearbeit nutzen wir gezielt</strong>, um linke Themen in der Öffentlichkeit zu setzen, Druck auf die grüne Partei auszuüben und Bündnisse zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>III. Ein Verband für alle</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Antirassistische Verbandsarbeit</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Antirassistische Verbandsarbeit ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit im kommenden Jahr. Im Zentrum unserer antirassistischen Verbandsarbeit steht die Umsetzung der antirassistischen Strategie des Bundesverbandes. Im kommenden Jahr <strong>bilden wir uns als Landesvorstand erneut zu antirassistischer Verbandsarbeit fort</strong>. Auch alle <strong>Kreisvorstände werden dazu fortgebildet</strong>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fördern und vernetzen migrantisierte Mitglieder und Mitglieder mit Antisemitismus und/oder Rassismus-Erfahrung (MARE) gezielt. Dazu veranstalten wir erneut einen <strong>Migra-Fördertag</strong>. Außerdem finden regelmäßige <strong>MARE-Vernetzungstreffen</strong> statt. Zusätzlich mobilisieren wir zu den Förderwochenenden des Bundesverbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir <strong>thematisieren Rassismus</strong> und weitere Themen aus der Lebensrealität von migrantisierten Menschen aktiv in unserer politischen Arbeit. Diese Themen sollen besonderen Raum in unserer Bildungsarbeit, Bündnisarbeit und Öffentlichkeitsarbeit finden. Klar ist: dies ist Aufgabe aller Mitglieder und nicht allein migrantisierter Mitglieder.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>FLINTA*-Förderung und Geschlechterstrategie</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Selbstverständnis als GRÜNE JUGEND ist konsequent feministisch – verbindlich auf allen Ebenen. Aber eine patriarchal geprägte Gesellschaft macht auch vor uns als Verband keinen Halt und prägt uns – egal ob bei cis-männlich geprägten Redeverhalten, informellen Machtnetzwerken oder ungleicher Verteilung von Care-Arbeit im Verband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fördern daher das Empowerment, den Austausch und die Sichtbarkeit von FLINTA*-Person. Dazu findet auch im nächsten Jahr wieder eine <strong>FLINTA*-Vollversammlung</strong> statt. Auch ein <strong>FLINTA*-Förderwochenende</strong> wollen wir im kommenden Jahr wieder in Kooperation mit weiteren Landesverbänden veranstalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ob wir unseren feministischen Ansprüchen gerecht werden, entscheidet sich jede Woche vor Ort bei den Treffen der Kreisverbände. Deswegen werden wir die <strong>Kreisvorstände in FLINTA*-Förderung und Geschlechterstrategie ausbilden</strong>. Die Kreisverbände unterstützen wir in der Veranstaltung von <strong>regelmäßigen FLINTA*-Treffen</strong>. Die FLINTA*-Verantwortlichen in den Kreisvorständen vernetzen wir. Auf Landesebene werden wir evaluieren, wie wir Hürden für die Teilnahme und Einbringung bei landesweiten Veranstaltungen für FLINTA*-Personen abbauen können. Auch auf Bundesveranstaltungen ist der Anteil FLINTA*-Personen teils auffallend gering. Deshalb empowern wir gezielt FLINTA*-Personen für die Teilnahme und tragen als Verantwortungsträger*innen unseren Teil dazu bei, dass die Veranstaltungen ein attraktiver Raum für FLINTA*-Personen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Arbeit für einen feministischen Verband darf nicht allein an denjenigen hängen bleiben, die vom Patriarchat betroffen sind. Deshalb nehmen wir auch solidarische Männlichkeit in den Blick. Wir wollen in allen Kreisverbänden einen <strong>Workshop zu solidarischer Männlichkeit</strong> anbieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Förderung von trans, inter, nicht-binären und agender Personen (TINA*-Personen) nehmen wir gezielt in den Blick. Dazu schaffen wir weiter <strong>Vernetzungsmöglichkeiten für TINA*-Personen</strong>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Ein sicherer Verband: Awareness und Jugendschutz</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit wir ein Verband für alle sind, müssen alle im Verband sicher sein und sich sicher fühlen. Daher stärken wir die Awareness-Arbeit. Dazu werden wir <strong>eine weitere Awareness-Schulung</strong> anbieten. Wir wollen einen <strong>festen Pool</strong> an Personen für die Übernahme von Awareness-Schichten auf den Veranstaltungen des Landesverbandes etablieren und dadurch verstärkt geschulte Personen für diese Arbeit einsetzen. Es sollen <strong>feste Verantwortliche in den Kreisverbänden</strong> für die Organisation der Awareness-Arbeit benannt werden. Diese wollen wir vernetzen und schulen. Für Veranstaltungen mit Übernachtungen werden wir ein Awarenesskonzept vorlegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden das <strong>Jugendschutzkonzept des Bundesverbandes umsetzen</strong> und besondere Handlungsbedarfe in unserem Landesverband und den Kreisverbänden identifizieren und angehen. Dabei werden wir die Perspektiven der U18-Personen eng einbinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Vielfältiger Verband</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden auch im nächsten Jahr weiter daran arbeiten, dass wir als Verband vielfältiger werden und uns für neue Menschen öffnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Verband müssen wir dazu inklusiver und barriereärmer werden. Wir werden deshalb die <strong>Inklusionsstrategie des Bundesverbandes</strong> umsetzen und die besonderen Handlungsbedarfe in unserem Landesverband identifizieren. Wir werden weiter finanzielle und personelle Ressourcen dafür einsetzen, dass die Veranstaltungen des Landesverbandes in barrierearmen Räumlichkeiten stattfinden. Die Kreisverbände werden wir darin ausbilden, ihre Treffen inklusiv und barrierearm zu gestalten. Die Vernetzung von Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und/oder Neurodivergenzen (<strong>Disability-Vernetzung</strong>) führen wir fort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit marginalisierte Gruppen im Verband eine starke Stimmen haben, braucht es Vernetzung. Die <strong>Vernetzung von Schüler*innen</strong> und U18-Mitglieder führen wir fort. Ebenfalls werden wir eine Vernetzung von Mitglieder in/mit Ausbildung (<strong>Azubi-Vernetzung</strong>) schaffen. Die Vernetzungen arbeiten selbstorganisiert, werden aber durch den Landesvorstand und das zuständige Team unterstützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns gilt: die Arbeit zu allen vielfaltspolitischen Themen darf nicht an den Betroffenen hängen bleiben. Deshalb werden wir weiter daran arbeiten, Nicht-Betroffene bei dieser Arbeit in die Pflicht zu nehmen. Im Sinne unseres intersektionalen Verständnisses als Verband werden das vielfaltspolitische Team sowie FLINTA*- &amp; genderpolitische Team enger zusammenarbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vielfaltspolitisch Verantwortlichen in den Kreisvorständen vernetzen wir. Auch Bildungsarbeit ist zentraler Teil unserer vielfaltspolitischen Arbeit. Deshalb werden wir hier vielfaltspolitische Themen aufnehmen, etwa aus den Bereichen Rassismus, Antisemitismus sowie Westasien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>IV. Die Grundlage: Gute Strukturen und Finanzen</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Gute und transparente Strukturen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirksame politische Arbeit braucht gute Strukturen. Deshalb stärken wir den Informationsfluss und die Zusammenarbeit zwischen dem Landesvorstand, den Teams und den Kreisverbänden. Dazu setzen wir die Kreisverbands-Betreuung fort und sind so als Landesvorstand bei den Treffen der Kreisverbände ansprechbar für alle Mitglieder. Kreisverbands-Betreuung ist für uns keine Einbahnstraße, wir werden die Betreuung nutzen, um <strong>aktiv Feedback von den Kreisvorständen und Basis-Mitgliedern einzuholen</strong>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Basisdemokratie funktioniert nicht von selbst, denn Mitbestimmung setzt Information voraus. Deswegen werden wir als Landesvorstand bei <strong>allen Landesmitgliederversammlungen von unserer Arbeit berichten</strong> und bieten in einer Fragestunde Raum für Rückfragen der Mitglieder. Zu Beginn der Amtszeit informieren wir alle Mitglieder darüber, welches Landesvorstandsmitglied für welche Arbeitsbereiche zuständig und ansprechbar ist. Denn Informationen, Austausch und Kritik können am wirksamsten im persönlichen Gespräch geteilt werden. Wir wollen den <strong>Newsletter</strong>, den wir im vergangenen Verbandsjahr bereits erprobt haben, als kontinuierliches Format etablieren, um regelmäßig über die Arbeit des Landesvorstandes zu informieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die <strong>Feedback-Strukturen nach Veranstaltungen</strong> auf Landesebene führen wir fort und evaluieren Verbesserungs- und Ausbaumöglichkeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu Beginn der Amtszeit trifft sich der gesamte Landesvorstand mit den einzelnen Teams, um gemeinsam die wichtigsten Projekte des Teams für das Verbandsjahr zu planen. Um größere Veranstaltungen bestmöglich vorbereiten zu können, erproben wir <strong>Prep-Teams</strong> bestehend aus Mitgliedern des Landesvorstandes, den Teams und der Basis. Ziel der Prep-Teams sollte sein, Arbeitslast auf verschiedene Schultern zu verteilen und weitere Perspektiven aus der Basis in die Planung einzubeziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Finanzen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine gute und sichere Finanzierung ist Grundlage für unsere politische Arbeit. Deshalb werden wir uns bei den Grünen sowohl für eine kurzfristige als auch mittel- und langfristige <strong>Erhöhung der Zuschüsse</strong> einsetzen. Gleichzeitig wollen wir unsere <strong>Eigeneinnahmen steigern</strong>, unter anderem durch verstärktes Fundraising. Ein Fokus liegt dabei auf wiederkehrenden Spenden durch grüne Mandatsträger*innen. Außerdem streben wir eine <strong>Untervermietung der Landesgeschäftsstelle</strong> an. Wir werden weiter nach <strong>Einsparpotenzialen bei Fixkosten </strong>suchen, um einen größeren Teil des Budgets in unsere politische Arbeit fließen zu lassen. Zudem werden wir weiterhin <strong>Rücklagen bilden</strong>, um auch bei unerwarteten Ausgaben finanziell handlungsfähig zu bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesgeschäftsstelle und die Mitarbeitenden sind das Rückgrat der Arbeit des Landesverbandes. Deshalb arbeiten wir weiter daran, gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden mit dem Genderbudgeting weiter evaluieren und Transparenz darüber schaffen, wie unsere <strong>Finanzausgaben unseren feministischen Ansprüchen</strong> gerecht werden. Darüber hinaus werden wir die Ausgaben auch vor dem Hintergrund unser antirassistischen und inklusiven Ansprüche betrachten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Finanzverantwortlichen in den Kreisvorständen werden wir durch <strong>Skillsharing, Austausch und individuelle Beratung</strong> unterstützen, die verfügbaren Mittel möglichst effektiv für ihre politische Arbeit zu nutzen.</p></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 23:09:21 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Antrag auf Stimmungsbild</title>
                        <link>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/Antrag-auf-Stimmungsbild-20169</link>
                        <author>GRÜNE JUGEND Berlin (dort beschlossen am: 23.10.2026)</author>
                        <guid>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/Antrag-auf-Stimmungsbild-20169</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesmitgliederversammlung stimmt in einem Stimmungsbild darüber ab, mit<br>
welcher Person der Landesvorstand einen freien Platz im FLINTA* und genderpolitischen Team vorläufig nachbesetzen soll. Dies setzt voraus, dass zuvor das FINTA* und genderpolitischen Team um einen weiteren Platz erweitert wurde (Satzungsänderungsantrag S3).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Stimmungsbild wird nach den Vorschriften für die Wahlen des FINTA*- und genderpolitischen Teams vorgenommen.</p></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erhält der erforderliche Satzungsänderungsantrag S2 nicht die erforderliche Mehrheit, wird der Landesvorstand den Antrag auf ein Stimmungsbild zurückziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Landesvorstand haben wir die Erweiterung des FINTA* und genderpolitischen Team beantragt, um die wichtige Arbeit der FINTA*-Förderung im Verband langfristig zu stärken. Neben der Vernetzung und Schulung der FINTA*-Verantwortlichen in den Kreisvorstände zählt zu dieser Arbeit insb. die Organisation des FINTA*-Wochenendes und der FINTA*-Vollversammlung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Falls der Satzungsänderungsantrag S2 angenommen werden, würde das aber dazu führen, dass der Landesvorstand sehr schnell nach der LMV diese Nachbesetzung vornehmen muss, was aber schon bei dieser LMV bekannt ist. Zur basisdemokratischen Absicherung wollen wir mit diesem Stimmungsbild ermöglichen, dass schon die LMV die Entscheidung über die Nachbesetzung treffen kann. Der Landesvorstand würde diese dann in ein paar Wochen nur noch formell vornehmen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 22:48:11 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Wasser und Strom für Menschen, nicht für KI!</title>
                        <link>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/Wasser-und-Strom-fur-Menschen-nicht-fur-KI-2578</link>
                        <author>Santiago Rodriguez Salgado (LV Grüne Jugend Berlin)</author>
                        <guid>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/Wasser-und-Strom-fur-Menschen-nicht-fur-KI-2578</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesregierung treibt den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz massiv voran. <strong>Während Menschen aufgefordert werden, Wasser zu sparen, teuren Strom zu bezahlen und auf soziale Leistungen zu verzichten, soll für die KI-Industrie immer mehr Energie, Wasser und Geld bereitgestellt werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während die Spree so wenig Wasser wie nie durch Berlin trägt, ausgetrocknete Wälder brennen und Grundwasserspeicher immer weiter leerlaufen, entstehen Rechenzentren, die für ihre Kühlung Unmengen an Wasser verbrauchen und ganze Gaskraftwerke für ihre Energieversorgung benötigen. <strong>Es ist ein turbokapitalistisches Wettrennen um immer größere Modelle und immer mehr Rechenleistung, ohne jegliche Rücksicht auf unsere planetaren Grenzen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen Strom für eine sozial-ökologische Transformation – für Wärmepumpen, Bahn und ÖPNV, klimaneutrale Industrie und bezahlbare Energie. Wir brauchen Wasser für Menschen, Landwirtschaft und Ökosysteme. Nicht für Tech-Konzerne, die das nächste noch größere KI-Modell trainieren möchten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland lag 2024 bereits bei rund 20 Terawattstunden pro Jahr - das ist <strong>1,6x so viel Strom wie ganz Berlin allein für KI.</strong> Und dieser Stromverbrauch soll nun rasant steigen - in Gießen befindet sich ein Rechenzentrum in Planung, was alleine so viel Strom verbrauchen soll wie die ganze Stadt. In Lübbenau baut die Schwarz-Gruppe ein ähnliches KI-Rechenzentrum, die Telekom in München auch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele dieser Rechenzentren könnten direkt zu Klimakillern werden - denn um ihre Energieversorgung zu gewährleisten, werden schon jetzt Projekte mit eigenen Gaskraftwerken gebaut oder decken ihren Strombedarf mithilfe von naheliegenden fossilen Kraftwerken. <strong>Der KI-Boom heizt dadurch die Klimakrise mit zusätzlichen Emissionen in rasender Geschwindigkeit an.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der globale KI-Boom treibt den Bau immer noch größerer Rechenzentren voran. Dafür werden riesige Mengen an Rechenchips benötigt, deren Produktion auch Energie-, Wasser- und Rohstoffintensiv ist. Die ökologischen Kosten werden dabei wie so oft ausgelagert: im ländlichen Raum oder im Ausland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jede Kilowattstunde Strom und jeder Liter Wasser, den ein KI-Rechenzentrum verbraucht, wird den Menschen weggenommen. Die Folge sind höhere Preise und weniger Wasser. In einer Welt mit begrenzten Ressourcen müssen wir entscheiden, wofür wir diese Ressourcen einsetzen. Und die Antwort darauf darf nicht KI heißen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2><strong>Deshalb fordern wir:</strong></h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Ausbaustopp klimaschädlicher KI-Rechenzentren.</strong><br>
Wir fordern ein Ausbau- und Planungsstopp von Rechenzentren, deren Energiebedarf mit Gaskraftwerken oder anderen fossilen Energiequellen gedeckt wird, die die Klimakrise weiter antreiben - und auch von Rechenzentren die eine Obergrenze von 25MW Leistung übersschreiten. Hiermit soll insbesondere riesigen Hyperscaler ein Riegel vorgeschoben werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><strong>Keine öffentliche Finanzierung des KI-Booms.</strong><br>
Es dürfen keine Fördermittel, Subventionen, vergünstigte Flächen, Energieinfrastruktur oder sonstige öffentliche Ressourcen für den weiteren Ausbau von KI-Infrastruktur bereitgestellt werden. Soziale Kürzungen dürfen nicht zur Finanzierung von KI missbraucht werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p><strong>Keine Sonderbehandlung für Tech-Konzerne beim Stromzugang.</strong><br>
KI-Unternehmen dürfen keinen privilegierten Zugang zu Netzkapazitäten oder besonders günstigen Strompreisen erhalten. Der Ausbau der Stromnetze muss sich an gesellschaftlichen und ökologischen Notwendigkeiten orientieren – nicht am Bedarf von großen Tech-Konzernen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p><strong>Wasser für Menschen statt für Rechenzentren.</strong><br>
Wasser aus der Spree und Grundwasserspeicher muss vorrangig zur Trinkwassergewinnung verwendet werden. Die Wasserentnahme für die Kühlung von KI-Infrastruktur darf nicht gegenüber Trinkwasserversorgung oder Ökosystemen priorisiert werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p><strong>Öffentliche Ressourcen für gesellschaftliche Bedürfnisse einsetzen.</strong><br>
Investitionen in Stromnetze, Wasserinfrastruktur, Bildung, Gesundheit, sozialen Wohnungsbau, öffentlichen Verkehr und Klimaschutz müssen Vorrang vor Investitionen in KI-Infrastruktur haben.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p><strong>Ressourcenverbrauch von KI sichtbar machen.</strong><br>
Energie-, Wasser- und Rohstoffverbrauch sowie die verursachten Treibhausgasemissionen von KI-Rechenzentren müssen vollständig transparent gemacht werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p><strong>Keine Neuversiegelung für KI Rechenzentren</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Flächenverbrauch von KI-Rechenzentren ist massiv - und führt mit jeder Neuversiegelung zum weiteren Verlust von Boden für Agrikultur und Wasseraufnahme führen. Es darf für den Bau von KI-Rechenzentren keine Versiegelung geben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p><strong>Vorgaben verschärfen</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pflicht zur Versorgung von Rechenzentren mit 100% erneuerbaren Energien muss entgegen Reformplänen der Bundesregierung beibehalten und weiter verschärft werden. Eine Versorgung mit Biomasse muss verboten werden. Gesetzliche Vorgaben zur Nutzung von Abwärme sind mit 20% ab 2028 viel zu niedrig angesetzt und müssen kurzfristig auf 60% verschärft werden. Überdimensionierten Projekten wird damit effektiv ein Riegel vorgeschoben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p><strong>Ausstieg aus den KI-Wettrüsten.</strong><br>
Deutschland und die Europäische Union sollen sich gegen ein internationales Wettrennen um immer größere KI-Modelle und Rechenzentren stellen und stattdessen verbindliche ökologische Grenzen für KI-Infrastruktur schaffen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Strom ist nicht unendlich. Wasser und Rohstoffe auch nicht. Und Flächen haben wir bereits nicht genug, insbesondere in Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen vor der Aufgabe, unsere gesamte Energieversorgung fossilfrei zu machen, der Verkehr muss sich elektrifizieren und die Industrie muss von Kohle, Öl und Gas unabhängig werden. In dieser Situation ist es politisch nicht zumutbar, zusätzliche gigantische Stromverbraucher zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während Tech-Konzerne Milliarden in neue Rechenzentren investieren, sollen die gesellschaftlichen Kosten dieser Expansion von allen getragen werden: durch höhere Infrastrukturkosten, zusätzlichen Ressourcenverbrauch, Flächenverbrauch und steigenden Druck auf Strom- und Wasserversorgung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Profit wird privatisiert und die Kosten vergesellschaftet. Damit muss Schluss sein. Wir wollen keine Politik, die uns ins KI-Wunderland bringt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen eine Politik, die dafür sorgt, dass Menschen auch in einer aufgeheizten Welt ausreichend Wasser haben - wir wollen Strom für eine Wärmewende, die sich alle leisten können, funktionierende Bahnen sowie intakte Wälder, Flüsse und Moore. Und wir wollen nicht, dass diese Ressourcen für die KI-Fantasien von Tech-Konzernen verbrannt werden.</p></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wird mündlich begründet</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 20:44:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Sudan nicht vergessen - Genozid stoppen und Waffenexporte beenden ! </title>
                        <link>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/Sudan-nicht-vergessen-Genozid-stoppen-und-Waffenexporte-beenden-19095</link>
                        <author>Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin (dort beschlossen am: 23.10.2026)</author>
                        <guid>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/Sudan-nicht-vergessen-Genozid-stoppen-und-Waffenexporte-beenden-19095</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Hintergrund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit April 2023 herrscht im Sudan ein verheerender Krieg zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF). Nach dem Sturz des langjährigen Diktators Omar al-Bashir 2019 und dem Militärputsch 2021 eskalierte der Machtkampf zwischen den beiden militärischen Akteuren zu einem offenen Krieg. Die Hoffnungen der sudanesischen Demokratiebewegung auf eine zivile und demokratische Zukunft wurden damit gewaltsam zurückgedrängt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Krieg hat eine der schwersten humanitären Katastrophen weltweit ausgelöst. Mehr als 34 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, mehr als 14 Millionen wurden innerhalb des Landes oder über die Grenzen hinweg vertrieben. Hunger, Krankheiten und der Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung bedrohen weite Teile der Bevölkerung. Insbesondere in Darfur und Kordofan besteht weiterhin ein akutes Risiko für Hungersnot. Bis Ende des Jahres leiden voraussichtlich 825.000 Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung, einem lebensbedrohlichen Zustand. Konservativen Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 150.000 Menschen getötet worden. Die tatsächliche Zahl könnte jedoch wesentlich höher sein. Die UN gehen inzwischen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer wahrscheinlich im Bereich mehrerer Hunderttausend liegt (bis zu 400.000). Allein zwischen Januar und Juni 2025 hat das Büro des UN High Commissioner for Human Rights circa 1400 zivile Todesopfer dokumentiert. 1100 Menschen wurden allein in diesem Zeitraum durch den Einsatz von Drohnen getötet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Menschenrechtsverletzungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beide Konfliktparteien sind für schwere Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht verantwortlich. Überlebende berichten von Massenvergewaltigungen, Angriffe auf humanitäre Helfer*innen, Entführungen oder Massenhinrichtungen. Auch sexuelle Gewalt bedroht die Sicherheit von vorrangig Frauen und Mädchen. Die UN haben zwischen Kriegsbeginn und August 2026 838 Opfer sexueller Gewalt dokumentiert. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich wesentlich höher. Mit unbemannten Drohnen haben beide Konfliktparteien wieder und wieder Märkte, Schulen, Tankstellen und Infrastruktur zur Wasserversorgung angegriffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders erschütternd ist die systematische Gewalt der RSF gegen ethnische Bevölkerungsgruppen in Darfur. Berichte dokumentieren gezielte Tötungen, Vertreibungen, sexualisierte Gewalt und Angriffe auf Zivilist*innen. Die UN-Untersuchungskommission stellte 2026 fest, dass die Verbrechen der RSF Merkmale eines Völkermords aufweisen. Die Gewalt steht in einer historischen Kontinuität mit den genozidalen Verbrechen in Darfur seit den 2000er-Jahren, an denen Vorläufermilizen der RSF beteiligt waren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 6. Juli hat der UN Human Rights Council in seiner Resolution 62/1 die Gewalteskalationen durch die RSF in und um El Obeid klar verurteilt und vor der Gefahr von weitreichender Massengewalt gewarnt. Weiterhin fordert der Rat in der Resolution die Einsetzung einer unabhängigen Fact-Finding Mission zur Untersuchung von Menschenrechtsverstößen. Dieser Forderung schließen wir uns an. Die Verbrechen müssen unbedingt von der internationalen Gemeinschaft untersucht und geächtet werden. Es darf nicht zu Straflosigkeit kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Internationale und deutsche Beteiligung und Verantwortung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Krieg und der Genozid werden auch durch internationale Akteure ermöglicht und verlängert, auch aus eigenen Interessen. Bisherige Vermittlungsversuche konnten bislang keinen dauerhaften Waffenstillstand erreichen. Besonders die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) stehen wegen ihrer Unterstützung der RSF stark in der Kritik. UN-Ermittler*innen dokumentierten 2026 Netzwerke zur Finanzierung, Rekrutierung und militärischen Unterstützung der RSF mit Verbindungen in die VAE. Die Emirate weisen die Vorwürfe zurück. Die VAE verfolgen hier eigene wirtschaftliche Interessen über den Ausbau ihres Einflusses am Roten Meer sowie Zugang zum sudanesischen Gold. Auch die SAF werden aus dem Ausland unterstützt (vor allem Ägypten, Saudi-Arabien, Türkei).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch Deutschland trägt hier klar Verantwortung. Trotz der UN-Erkenntnisse unterhält die Bundesregierung enge wirtschaftliche und sicherheitspolitische Beziehungen zu den VAE und exportiert Rüstungsgüter in die VAE. Zwischen Januar 2023 und Oktober 2025 allein genehmigte die Bundesregierung Rüstungsexporte in Höhe von rund 244 Millionen Euro. Menschenrechtsorganisationen warnen ausdrücklich vor dem Risiko, dass Waffen an die RSF weitergeleitet werden. Deutsche Rüstungsexporte dürfen nicht dazu beitragen, einen Krieg zu ermöglichen, in dem massenhaft Zivilist*innen getötet und vertrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die UN warnen weiterhin vor der zunehmenden Komplexität des Konflikts. Der Einsatz technisch komplexer Waffensysteme, der direkte Einfluss außenstehender Akteure sowie die kontinuierliche Aufrüstung und zahlenmäßige Zunahme der bewaffneten Akteure innerhalb Sudans tragen zu einer zunehmenden Fragmentierung bei. Neben SAF und RSF sind zahlreiche lokale und regionale Milizen und bewaffnete Gruppen mit ihren eigenen territorialen, politischen und Sicherheitsinteressen in die Kämpfe verwickelt. Dies verschlechtert die Perspektive auf einen stabilen Waffenstillstand und erhöht das Risiko für Zivilist*innen weiter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss den Opfern der Gräueltaten im Sudan Schutz bieten. Niemand darf in ein Land abgeschoben werden, in dem jegliche Existenz durch Gewalt und humanitäre Notlagen bedroht ist. Es braucht dringend einen bundesweiten Stopp für Abschiebungen in den Sudan. Jegliche Zivilist*innen schweben im Sudan landesweit in Gefahr, willkürlichen Menschenrechtsverletzungen zum Opfer zu fallen. Die Bundesregierung sollte sich zu einem Aufnahmeprogramm inklusive angemessener psychologischer Betreuungsangebote verpflichten. Verfahren zur Einreise und zur Visavergabe müssen schnell, sicher und unbürokratisch gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bislang sind sämtliche internationale Vermittlungsversuche gescheitert. Waffenstillstandsvereinbarungen haben nicht standgehalten. Die internationale Gemeinschaft muss sich für einen inklusiven Friedensprozess einsetzen, der die Perspektiven der Menschen vor Ort priorisiert. Zivilgesellschaft und politische Akteure müssen gleichermaßen in einen solchen Prozess einbezogen werden. Ganz besonders Frauen und Mädchen sowie junge Menschen müssen hier priorisiert werden. Deutschland und die EU müssen sich dringend proaktiv an Gesprächen zur Vermittlung zwischen den Konfliktparteien für einen humanitären Waffenstillstand beteiligen. Ein zeitnahes Handeln ist von absoluter Dringlichkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erschütternd ist besonders der fehlende Raum für die Situation im Sudan in der medialen und politischen Debatte in der deutschen und westlichen Öffentlichkeit. Das Leiden der sudanesischen Bevölkerung geschieht fernab von jedem öffentlichen Aufschrei der internationalen Staatengemeinschaft. Das muss sich ändern. Dieser Antrag soll einen ersten Schritt in diese Richtung gehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Beschluss</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die GRÜNE JUGEND Berlin fordert</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Einen sofortigen Waffenstillstand und ungehinderten humanitären Zugang </strong>zu allen betroffenen Gebieten im Sudan sowie eine deutliche Ausweitung der humanitären Hilfe durch Deutschland und die internationale Gemeinschaft.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><strong>Die sofortige Aussetzung deutscher Rüstungsexporte an die Vereinigten Arabischen Emirate, </strong>solange eine Weiterleitung an die RSF nicht zuverlässig ausgeschlossen werden kann, sowie eine konsequente Kontrolle bestehender Exportgenehmigungen. Außerdem eine Ausweitung des EU-Waffenembargos auf den ganzen Sudan und eine konsequente Durchsetzung.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p><strong>Die Kopplung des derzeit zu verhandelnden Freihandelsabkommens zwischen der EU und den VAE an das Aussetzen von finanzieller, logistischer und militärischer Unterstützung für die RSF. </strong>Die EU und Deutschland dürfen kein so weitreichendes Partnerschaftsabkommen mit einer Regierung eingehen, die das genozidale Vorgehen der RSF bewusst unterstützt.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p><strong>Ein umfassendes Waffenembargo gegen alle Konfliktparteien im Sudan </strong>und gezielte Sanktionen gegen Personen, Unternehmen und Netzwerke, die den Krieg und den Genozid durch Waffenlieferungen, Finanzierung oder Rekrutierung unterstützen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p><strong>Eine stärkere Überprüfung und Sanktionierung der internationalen Finanz- und Handelsstrukturen der Konfliktparteien. </strong>Deutschland und die EU müssen vollumfänglich alle zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen und diplomatischen Mittel nutzen, um Druck auf die Konfliktparteien auszuüben.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p><strong>Eine unabhängige Aufarbeitung und strafrechtliche Verfolgung der Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und genozidalen Gewalt, </strong>insbesondere durch die Unterstützung internationaler Untersuchungsmechanismen und des Internationalen Strafgerichtshofs. Besonderes Augenmerk sollte hier auf sexualisierte Gewalt gelegt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p><strong>Die Stärkung sudanesischer zivilgesellschaftlicher und demokratischer Akteur*innen, </strong>insbesondere feministischer Organisationen, lokaler humanitärer Netzwerke wie Emergency Response Rooms und der sudanesischen Demokratiebewegung. Die politische Zukunft des Sudan muss von seiner Zivilbevölkerung bestimmt werden – nicht von bewaffneten Milizen oder ausländischen Mächten.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p><strong>Die Schaffung sicherer humanitärer Flucht- und Evakuierungswege d</strong>urch beispielsweise unbürokratische Visavergabe sowie einen bundesweiten Abschiebestopp in den Sudan.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p><strong>Internationale Initiativen zur Dokumentierung und Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen im Sudan. </strong>Die Bundesregierung muss sich auf internationaler Ebene - vor allem im Rahmen der Vereinten Nationen - für eine solche Mission einsetzen und Bereitschaft signalisieren, sich selbst zu beteiligen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p><strong>Bessere und umfassende Medienberichterstattung über die Lage im Sudan. </strong>Die deutsche Öffentlichkeit muss umgehend über die verheerende humanitäre Katastrophe und die Menschenrechtsverletzungen im Sudan aufgeklärt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li><p><strong>Die Sicherstellung der umfassenden und gleichberechtigten Beteiligung der sudanesischen Zivilgesellschaft an internationalen Verhandlungen und am Friedensprozess. A</strong>lle Perspektiven müssen hier gleichermaßen vertreten sein, besonders die Stimmen marginalisierter gesellschaftlicher Gruppen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die GRÜNE JUGEND Berlin fordert vom Berliner Senat: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Vorbereitung eines humanitären Landesaufnahmeprogrammes für besonders schutzbedürftige Menschen aus dem Sudan </strong>nach § 23 Absatz 1 Aufenthaltsgesetz und Beantragung beim Bundesinnenministerium</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Anstoß einer Bundesratsinitiative für die Auflage eines bundesweiten humanitären Aufnahmeprogramms</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Eine stärkere Unterstützung besonders schutzbedürftiger geflüchteter Menschen aus dem Sudan bspw. durch psychosoziale Versorgung </strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die Stärkung von Berlin als Ort für sudanesische Zivilgesellschaft </strong>durch Organisation von Konferenzen für sudanesische Exilaktivist*innen, Frauenrechtsorganisationen und Menschenrechtsverteidiger*innen und auch der finanziellen Unterstützung sudanesischer Diaspora- und Selbstorganisationen</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die Förderung von Angeboten der politischen Bildung, </strong>Informationsmaterialien, Informations- und Diskussionsveranstaltungen und künstlerischen Aufarbeitungen der Lage im Sudan</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Menschen im Sudan dürfen nicht länger den geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen anderer Staaten untergeordnet werden. Menschenrechte und Völkerrecht müssen auch dort gelten, wo ihre Durchsetzung wirtschaftlichen Interessen entgegensteht.</strong></p></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Hintergrund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Sudan gibt es seit April 2023 einen schlimmen Krieg.<br>
Die sudanesische Armee und eine Miliz kämpfen gegeneinander.<br>
Die Miliz heißt „Rapid Support Forces“ (RSF).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Früher gab es einen Diktator im Sudan. Er hieß Omar al-Bashir.<br>
Nach dem Ende der Diktatur gab es einen Militärputsch.<br>
Seitdem kämpfen verschiedene Gruppen um die Macht.<br>
Die Menschen im Sudan wollten Demokratie. Das bedeutet: Das Volk entscheidet.<br>
Aber die Hoffnung auf Demokratie wurde zerstört.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Krieg macht das Leben im Sudan sehr schwer.<br>
Viele Menschen brauchen Hilfe.<br>
Mehr als 34 Millionen Menschen brauchen Hilfe zum Leben.<br>
Mehr als 14 Millionen Menschen sind geflüchtet.<br>
Viele Menschen haben keinen ausreichend zu essen, bekommen Krankheiten oder keine ärztliche Hilfe.<br>
Besonders schlimm ist die Lage in Darfur und Kordofan.<br>
Viele Kinder leiden Hunger. Das ist lebensgefährlich.<br>
Schätzungen sagen: Es sind über 150.000 Menschen im Krieg gestorben. Die Zahl könnte aber größer sein.<br>
Die Vereinten Nationen (UN) glauben: Es könnten bis zu 400.000 Menschen gestorben sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Menschenrechtsverletzungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Beide Seiten im Krieg machen schlimme Dinge.<br>
Sie verletzen die Menschenrechte. Das sind Regeln, die Menschen schützen sollen.<br>
Menschen berichten:<br>
- Es gibt Massenvergewaltigungen.<br>
- Helfende Menschen werden angegriffen.<br>
- Manche Menschen werden entführt oder getötet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele Frauen und Mädchen sind besonders in Gefahr.<br>
Die UN haben viele Fälle von sexueller Gewalt aufgeschrieben.<br>
Aber die echte Zahl ist wahrscheinlich viel größer.<br>
Beide Seiten benutzen Drohnen, um Märkte, Schulen und wichtige Orte anzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die RSF ist besonders gewalttätig gegen bestimmte Gruppen.<br>
Zum Beispiel gegen Menschen in Darfur.<br>
Hier gibt es Berichte über gezielte Tötungen, Vertreibungen und Gewalt gegen Frauen.<br>
Die UN sagen: Die Gewalt der RSF ist wie ein Genozid.<br>
Genozid bedeutet: Viele Menschen werden getötet, weil sie zu einer bestimmten Gruppe gehören.<br>
Diese Gewalt gab es in Darfur schon früher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die UN haben am 6. Juli eine Resolution gemacht.<br>
Das ist ein wichtiger Beschluss.<br>
Sie verurteilen die Gewalt der RSF und warnen vor noch mehr Gewalt.<br>
Die UN wollen eine unabhängige Untersuchung.<br>
Wir finden: Diese Verbrechen müssen untersucht werden.<br>
Die Täter dürfen nicht ohne Strafe davonkommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Internationale und deutsche Verantwortung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Andere Länder helfen den Gruppen im Krieg.<br>
Manche Länder schicken Geld, Waffen oder andere Unterstützung.<br>
Besonders die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) helfen der RSF. Die UN haben das herausgefunden.<br>
Die VAE wollen mehr Einfluss haben. Zum Beispiel für den Handel und für Gold aus dem Sudan.<br>
Auch andere Länder wie Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei helfen der sudanesischen Armee.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deutschland hat auch Verantwortung.<br>
Deutschland verkauft Waffen in die VAE.<br>
Das kann gefährlich sein, denn die Waffen könnten im Sudan benutzt werden.<br>
Das darf nicht sein, denn dadurch werden viele Menschen getötet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Krieg wird immer komplizierter.<br>
Im Sudan kämpfen immer mehr verschiedene Gruppen.<br>
Das macht es schwer, Frieden zu bekommen.<br>
Deutschland muss den Menschen im Sudan helfen.<br>
Es darf niemand gezwungen werden, nach Sudan zurückzugehen.<br>
Die Grüne Jugend fordert: Stoppt Abschiebungen in den Sudan.<br>
Deutschland soll wichtige Hilfe anbieten, zum Beispiel psychologische Betreuung.<br>
Visa und Einreise müssen einfach und schnell werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bisher gab es keinen echten Frieden.<br>
Es gab keine guten Waffenstillstände.<br>
Die internationale Gemeinschaft muss sich für Frieden einsetzen.<br>
Die Menschen im Sudan müssen mitreden dürfen.<br>
Besonders Frauen und junge Menschen brauchen Unterstützung.<br>
Deutschland und die EU sollen sofort bei Friedensgesprächen helfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Deutschland wird zu wenig über den Sudan gesprochen.<br>
Das Leiden der Menschen ist kaum zu hören.<br>
Das muss sich ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Beschluss (Forderungen der GRÜNEN JUGEND Berlin)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>1. Sofortiger Waffenstillstand im Sudan.<br>
2. Hilfe für die Menschen im Sudan, besonders in Not.<br>
3. Deutschland soll keine Waffen mehr an die VAE verkaufen.<br>
4. Die EU soll keine Waffen mehr in den Sudan bringen.<br>
5. Ein Freihandelsabkommen mit der VAE nur, wenn sie keine Hilfe für Gewalt im Sudan leistet.<br>
6. Verbot von Waffen für alle Gruppen im Sudan.<br>
7. Strafe für Menschen und Firmen, die den Krieg unterstützen.<br>
8. Die Finanzströme der Konfliktparteien besser überprüfen und bestrafen.<br>
9. Kriegsverbrechen im Sudan müssen untersucht werden.<br>
10. Besonders sexuelle Gewalt muss untersucht werden.<br>
11. Unterstützung für die sudanesische Zivilgesellschaft und demokratische Gruppen.<br>
12. Flucht und Aufnahme müssen einfach und sicher sein, zum Beispiel durch schnelle Visa.<br>
13. Keine Abschiebungen in den Sudan.<br>
14. Deutschland soll bei internationalen Untersuchungen helfen.<br>
15. Mehr Berichte in den Medien über Sudan.<br>
16. Die sudanesische Gesellschaft muss bei Friedensprozessen mitmachen dürfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Forderungen an den Berliner Senat</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- Berlin soll ein Aufnahmeprogramm für besonders gefährdete Menschen aus dem Sudan machen.<br>
- Deutschland soll mehr Menschen aus dem Sudan aufnehmen und helfen.<br>
- Besonders gefährdete Geflüchtete sollen Unterstützung bekommen.<br>
- Berlin soll ein Ort werden, wo Menschen aus dem Sudan sich treffen und Hilfe bekommen.<br>
- Berlin soll sudanesische Organisationen unterstützen, z.B. mit Geld und Veranstaltungen.<br>
- Informationen und Bildungsangebote über den Sudan sollen gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Menschen im Sudan sollen nicht schlechter behandelt werden als andere.<br>
Menschenrechte und das Völkerrecht müssen überall gelten.<br>
Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht wichtiger sein als das Leben von Menschen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Lage im Sudan ist sehr dramatisch, aber nimmt kaum Raum in der medialen und politischen Debatte in der deutschen und westlichen Öffentlichkeit ein. Das Leiden der sudanesischen Bevölkerung geschieht fernab von jedem öffentlichen Aufschrei der internationalen Staatengemeinschaft. Das muss sich ändern. Dieser Antrag soll einen ersten Schritt in diese Richtung gehen und ein wenig mehr Aufmerksamkeit für das Thema auch bei uns in der Grünen Jugend schaffen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 20:08:52 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Kein Profit mit Wildtieren: Wir lehnen das Ocean Berlin an der Rummelsburger Bucht ab.</title>
                        <link>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/kein-profit-mit-wildtieren-wir-lehnen-das-ocean-berlin-an-der-rummels-56530</link>
                        <author>Lena Renner, Alisa Draken, Neele Kuhn, Lisa Weltmeyer, Daniela Wolter</author>
                        <guid>https://gjberlin.antragsgruen.de/2LMV2026/kein-profit-mit-wildtieren-wir-lehnen-das-ocean-berlin-an-der-rummels-56530</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kein Profit mit Wildtieren: Wir lehnen das Ocean Berlin an der Rummelsburger Bucht ab.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Antragsteller*innen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Niclas Christ, Alisa Draken, Neele Kuhn, Lena Renner, Lisa Weltmeyer, Daniela Wolter</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Positionierung und Forderungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die GJ Berlin lehnt den Bau und Betrieb von Ocean Berlin an der Rummelsburger Bucht ab.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die GJ Berlin lehnt die Haltung von Wildtieren in Zoos und Aquarien grundsätzlich ab und fordert eine Abschaffung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern einen Zuchtstopp, Verbot von Neufang von Wildtieren, Übergang zu Auffangstationen und Schutzprojekten, die Tiere in ihrem Lebensraum oder in artgerechten Schutzräumen unterstützen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern ein Tierschutzkonzept und Herkunftsnachweise der Tiere. Todesfälle bei Tieren werden gemeldet und veröffentlicht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir stellen uns gegen eine öffentliche Förderung. Es dürfen weder direkte Förderung noch Vergünstigungen aus öffentlichen Mitteln fließen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wie bereits im LMV-Beschluss „Wem gehört die Stadt – Solidarität mit den Protesten am Ostkreuz“ (2018) gefordert, sollen öffentliche Flächen wie die Rummelsburger Bucht gemeinwohlorientiert genutzt werden: für Wohnen, soziale Infrastruktur und Freiraum, nicht für hochpreisige Tourismusprojekte.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An der Rummelsburger Bucht in Lichtenberg entsteht mit Ocean Berlin ein Großaquarium der Coral-World-Gruppe.¹ Das Hauptbecken fasst rund 7,5 Millionen Liter (Salz-)Wasser, die Befüllung beginnt im Herbst 2026.¹ Die Eröffnung war ursprünglich für 2026 geplant und wird nun im Frühjahr 2027 erwartet.¹ Geplant sind rund 400 Tierarten, darunter die als stark gefährdet eingestuften Zebra-² und Sandbankhaie³ sowie Adlerrochen und zahlreiche Korallen.¹ Das Unternehmen rechnet mit etwa 700.000 Besucher*innen pro Jahr.⁴ Zum Gesamtprojekt gehört außerdem ein Hotel mit 169 Zimmern.¹</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Bürger*innenabstimmung gab es nicht. Die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg beschloss den Bebauungsplan 2019 trotz massiver Proteste und 20.000 überreichter Unterschriften.⁵ In Basel hat die Bevölkerung 2019 in einem Referendum über ein geplantes Großaquarium abgestimmt und es mit rund 55 % abgelehnt.⁶</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Tierschutz mit Füßen getreten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Großaquarien sind auf einen laufenden Nachschub an Tieren angewiesen. Viele Meerwasserfische und Wirbellose werden in freier Wildbahn gefangen und über lange Strecken transportiert. Bei marinen Zierfischen sind fast alle Tiere Wildfänge.⁷ Die Folgen sind hohe Sterblichkeit und Schäden an Riffen und Ökosystemen in den Herkunftsländern. Nach Schätzungen von FAO und UNEP sterben bis zu 80 % der marinen Zierfische zwischen Fang, Transport und Aquarium.⁷</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das zeigt auch das Beispiel des Maui Ocean Center, das ebenfalls zur Coral-World-Gruppe gehört.¹ Laut Auswertung der Organisation For the Fishes wurden dort im Genehmigungsjahr 2021/22 802 Fische aus dem Meer entnommen, 548 davon (68 %) starben bis zum Ende des Jahres. Entnahmedaten musste das Center seit seiner Eröffnung nie öffentlich zugänglich machen.⁸ Genau deshalb fordern wir Transparenz bei Herkunft und Todesfällen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Arten wie Haie und Rochen, die in Freiheit große Räume nutzen, ist eine artgerechte Haltung in einem Becken nicht möglich. Auch kleinere Fische nutzen große Lebensräume, für sie ist das Revier und sonstige Umstände kaum nachzubilden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bildung braucht keine Gefangenschaft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ocean Berlin wird als Bildungs- und Forschungsort beworben, der Investor präsentiert das Projekt als Lern- und Bildungsstätte.⁹ Dabei ist Coral World ein gewinnorientiertes Unternehmen mit angeschlossenem Hotel und einer Aufmachung, die an Freizeitattraktionen erinnert. Auch Bildungsprogramme und eine Korallenaufzucht¹ ändern nichts daran, dass dafür Tiere in Gefangenschaft gehalten werden. Wer Menschen für den Schutz der Meere gewinnen will, braucht dafür keine lebenden Wildtiere in Gefangenschaft. Der beste Beweis dafür ist, dass Millionen Kinder Dinoexpert*innen sind, ohne einen Dino jemals gesehen zu haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forschung, Naturschutzprojekte vor Ort, Museen und digitale Formate leisten Bildung ohne Tierleid. Zumal Unterhaltungsbedürfnisse nicht über dem Leid von Lebewesen stehen dürfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wildtiere zur Schau in Gefangenschaft zu halten ist ethisch nicht zu rechtfertigen. Artenschutz gelingt vor allem durch den Schutz von Lebensräumen. Wir fordern deshalb einen Ausstieg aus Zoos und Aquarien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Solidarität mit den Protesten am Ostkreuz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bis zur Räumung im Februar 2021 befand sich dort eines der größten Obdachlosencamps Berlins.¹⁰ Initiativen forderten eine Nutzung der Fläche für das Gemeinwohl.⁵ Das Grundstück gehörte dem Land Berlin⁵ und wurde 2016 für 4,15 Millionen Euro an Coral World verkauft. Rund um die Bucht entstehen vor allem hochpreisige Eigentumswohnungen.⁹ Eine Stadt, die Wohnraum und soziale Infrastruktur braucht, sollte öffentliche Flächen nicht an Projekte vergeben, von denen vor allem Investor*innen und Tourist*innen profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben uns dazu bereits mit dem Beschluss „Wem gehört die Stadt – Solidarität mit den Protesten am Ostkreuz“ (LMV vom 3. November 2018) positioniert, gegen die Bebauung am Ostkreuz mit Hotel, Aquarium und Luxuswohnungen. Stadtentwicklung muss an den Bedarfen der Menschen statt am Geldbeutel von Investor*innen ausgerichtet sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Und jetzt?</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Noch ist Ocean Berlin nicht eröffnet. Das Gebäude könnte eine Auffangstation werden. Dort könnten Tiere unterkommen, die im Wildtierhandel beschlagnahmt, Tiere, die aus privater Haltung abgegeben wurden, und Tiere aus Einrichtungen, die im Zuge des Ausstiegs schließen. Kein Wildfang, keine Neuanschaffungen, keine Zucht und keine Ausstellung zur Unterhaltung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Alle Quellen abgerufen am 22.10.2026.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><a href="https://www.entwicklungsstadt.de/ocean-berlin-eroeffnung-haie-tickets-und-kritik-im-grossen-faq/">https://www.entwicklungsstadt.de/ocean-berlin-eroeffnung-haie-tickets-und-kritik-im-grossen-faq/</a>, Entwicklungsstadt Berlin: „10 Mio. Liter, Eröffnungstermin, Tierarten: Was Besucher über das Ocean Berlin wissen müssen“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><a href="https://www.iucnredlist.org/species/41878/161303882">https://www.iucnredlist.org/species/41878/161303882</a>, IUCN Red List: Stegostoma tigrinum (Zebrahai)</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p><a href="https://www.iucnredlist.org/species/3853/2874370">https://www.iucnredlist.org/species/3853/2874370</a>, IUCN Red List: Carcharhinus plumbeus (Sandbankhai)</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p><a href="https://www.berliner-kurier.de/article/proteste-gegen-mega-aquarium-wann-macht-ocean-berlin-auf-10005762">https://www.berliner-kurier.de/article/proteste-gegen-mega-aquarium-wann-macht-ocean-berlin-auf-10005762</a>, Berliner Kurier: „Proteste gegen Mega-Aquarium: Wann macht ‚Ocean Berlin‘ auf?“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p><a href="https://taz.de/Coral-World-soll-nach-Rummelsburg/!5588826/">https://taz.de/Coral-World-soll-nach-Rummelsburg/!5588826/</a>, taz: „‚Coral World‘ soll nach Rummelsburg: Ein ‚fatales‘ Signal“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p><a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmung-basel-stadt-nein-zum-ozeanium-hauchduennes-nein-zur-krankenkassen-initiative">https://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmung-basel-stadt-nein-zum-ozeanium-hauchduennes-nein-zur-krankenkassen-initiative</a>, SRF: „Nein zum Ozeanium, hauchdünnes Nein zur Krankenkassen-Initiative“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p><a href="https://www.srf.ch/wissen/natur-tiere/tierschutz-fuer-fische-endet-die-reise-ins-aquarium-meist-toedlich">https://www.srf.ch/wissen/natur-tiere/tierschutz-fuer-fische-endet-die-reise-ins-aquarium-meist-toedlich</a>, SRF: „Für Fische endet die Reise ins Aquarium meist tödlich“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p><a href="https://mauinow.com/2024/12/15/maui-ocean-center-touts-marine-conservation-but-nonprofit-says-it-repeatedly-violates-fish-taking-permits-with-high-mortality-rates">https://mauinow.com/2024/12/15/maui-ocean-center-touts-marine-conservation-but-nonprofit-says-it-repeatedly-violates-fish-taking-permits-with-high-mortality-rates</a>, Maui Now / Hawai‘i Journalism Initiative: „Maui Ocean Center touts marine conservation, but nonprofit says it repeatedly violates fish-taking permits with high mortality rates“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p><a href="https://taz.de/Coral-World-an-der-Rummelsburger-Bucht/!5850725/">https://taz.de/Coral-World-an-der-Rummelsburger-Bucht/!5850725/</a>, taz: „Coral World an der Rummelsburger Bucht: Kein Futter für die Fische“</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p><a href="https://taz.de/Obdachlosencamp-geraeumt/!5746454/">https://taz.de/Obdachlosencamp-geraeumt/!5746454/</a>, taz: „Obdachlosencamp geräumt: Nächtliche Hauruckaktion“</p></li></ol></div></div><h2>Antrag in einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 09:57:07 +0200</pubDate>
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